Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung: ein sinnvolles Trio

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Frauenhand schreibt während einer Konferenz etwas auf einen Block.

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Vorsorge ist nicht erst im höheren Alter notwendig. Jeder ab 18 Jahren sichert sich besser für den Ernstfall ab.

Patientenverfügung

Sie legt im Voraus so konkret wie möglich fest, wie man in bestimmten Situationen (etwa im Koma oder bei einer schweren Krankheit) behandelt werden möchte, wenn selbstständig keine Entscheidung mehr getroffen werden kann. Sinnvoll ist es, sie mit einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung zu kombinieren.

Vorsorgevollmacht

Es wird eine vertraute Person bevollmächtigt, stellvertretend zum Beispiel finanzielle, rechtliche oder medizinische Angelegenheiten zu regeln – bis hin zur Generalvollmacht, die alles umfasst. Ratsam ist es außerdem, eine Vertretung für den Fall zu benennen, dass der Bevollmächtigte verhindert ist.

Betreuungsverfügung

Man schlägt eine Person als rechtlichen Betreuer vor. Das Betreuungsgericht prüft, ob er oder sie infrage kommt, und überwacht die weitere Betreuung. In der Regel folgt es den Vorschlägen. Dieses Dokument kommt vor allem in Betracht, wenn keine Vorsorgevollmacht erteilt wurde oder niemand dafür geeignet erscheint.

Zwei Frauen im Gespräch.

Patientenrechte

Das sollten Sie wissen.

Muster-Formulare
Kostenlose Hintergrundinformationen und Musterformulare bieten die Broschüren des Bundesjustizministeriums: bmjv.de

Vorsorgeregister
Vorsorgeurkunden kann man bei der Bundesnotarkammer registrieren lassen. Der Vorteil: So lässt sich schneller überprüfen, wer in persönlichen Angelegenheiten entscheiden soll: vorsorgeregister.de

Letzte Änderung: 18.05.2017