Die Facetten des Alterns

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Alter Mann mit Gehstock und Mütze steigt eine Treppe im Freien hoch.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Der Altersrekord liegt bei 122 Jahren – so lange lebte der älteste Mensch der Welt. Die Französin Jeanne Calment (1875-1997) hatte als Kind sogar noch Vincent van Gogh kennengelernt.

Auch wenn vielleicht nicht jeder dieses hohe Alter anstrebt, ist doch schön zu wissen, dass die Lebenserwartung des Menschen noch nie so hoch war wie heute. Und auch die Lebensqualität scheint so gut, dass die meisten Menschen viel später „alt“ werden als noch vor 100 Jahren.

Dennoch gilt: Man ist so alt, wie man sich fühlt – an diesem Sprichwort ist viel Wahres dran. Wissenschaftler unterscheiden zwischen dem biologischen und dem sozialen Altern. Unter dem biologischen Alter versteht man das wahre Lebensalter des Menschen. Denn wir altern jeden Tag, keiner von uns kann sich diesem Prozess entziehen. Anders sieht es mit dem sozialen Altern aus. Es berücksichtigt gesellschaftliche Komponenten, wie das Zusammensein mit der Familie, mit Freunden und Bekannten. Gerade diese Faktoren sind ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Wie „hoch“ das soziale Alter ist, hängt also von den Lebensumständen eines Menschen ab und davon, wie er mit Veränderungen umgeht.

Gruppe von Menschen beim Walken oder Joggen in der Natur.

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Das soziale Alter fällt sehr unterschiedlich aus

Mit zunehmendem Alter durchlebt jeder Mensch Krisen, wie zum Beispiel den Auszug der Kinder, das Ausscheiden aus dem Berufsleben oder den Verlust von Freunden und Angehörigen. Oft nehmen damit ebenfalls die sozialen Kontakte ab. Hinzu kommen nicht selten gesundheitliche Beschwerden. Doch auch wenn sich die Lebensläufe der Menschen in einigen Punkten ähneln – jeder bewertet solche Wendepunkte unterschiedlich: Der eine erlebt den Auszug der Kinder als Verlust. Der andere wiederum betrachtet ihn als Chance, endlich mehr Zeit für sich selbst zu haben und etwa einem bisher vernachlässigten Hobby nachzugehen. Auch das Älterwerden an sich kann man positiv oder negativ betrachten: Der Optimist fühlt sich mit 70 Jahren reif, erfüllt und lebenserfahren. Der Pessimist hat Angst, krank zu werden.

Fazit

Im höheren Alter kommt es besonders darauf an, was man aus seinem Leben macht. Wichtig sind vor allem gute soziale Kontakte, Hobbys, Sport und eine gesunde Ernährung. Aber auch die grauen Zellen sollten Senioren mit Gedächtnistraining oder einem Kurs in der Volkshochschule auf Trab halten.

Letzte Änderung: 15.08.2016