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Warum Rauchen Ihre Haut altern lässt

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Hände zerbrechen eine ungerauchte Zigarette.

Bildnachweis: © stock.adobe.com / mbruxelle

Rauchen ist Gift für die Haut. Der tägliche Konsum von 20 Zigaretten lässt die Haut insgesamt durchschnittlich um zehn Jahre altern.

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Deniz Moday

Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Rauchen ist nachgewiesenermaßen der wichtigste Faktor für die Hautalterung – neben UV-Strahlung und Umweltschadstoffen. Bei Frauen wirkt dieser Effekt noch stärker als bei Männern.

So schadet der Zigarettenrauch der Haut:

  • Die Haut wird durch die Wirkungen des Nikotins und anderer im Zigarettenrauch enthaltener Schadstoffe schlechter durchblutet. Damit bekommt sie weniger Sauerstoff und weniger Nährstoffe – sie wird grau und fahl.
  • Der pH-Wert der Haut verändert sich. Dadurch wird der Säureschutzmantel zerstört. Die Haut wird anfälliger für Infektionen, die Hautbarriere wird durchlässiger.
  • Die Zahl der freien Sauerstoffradikale steigt. Je mehr freie Radikale im Körper sind, desto schneller altert auch die Haut.
  • Der Fettstoffwechsel wird beeinflusst. Dadurch vermindert sich die Fähigkeit der Oberhaut, Feuchtigkeit zu binden. Die ausgetrocknete Haut neigt dann vermehrt zu Fältchen.
  • Die Fähigkeit der Haut, sich selbst zu erneuern, wird verringert. Das Altern der Haut wird durch das spezielle Enzym MMP (Matrix Metalloproteinase) begünstigt. Körperzellen, die Tabakrauch ausgesetzt sind, produzieren wesentlich größere Mengen dieses Enzyms, stellten Forscher fest. Durch MMPs wachsen aber Hautzellen viel langsamer. Und es wird zusätzlich jenes Gewebe abgebaut, das frisches Kollagen für die sich erneuernde Haut produziert.
Junge Frau in rotem Sporttop dehnt ein Theraband über dem Kopf.

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Rauchen fördert Hauterkrankungen

Akne
Die Haut ist fettig und übersät mit Unreinheiten wie Pickeln und Mitessern. Rauchen kann in jedem Alter die Akne verschlechtern, wie Untersuchungen zeigen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Nikotin direkt auf die Talgdrüsen einwirkt. Darüber hinaus werden Entzündungsstoffe freigesetzt. Durch das Rauchen verengen sich außerdem die Blutgefäße. Folge: Die Haut kann daher nur schlecht durchblutet und mit Sauerstoff versorgt werden.

Schuppenflechte
Wissenschaftler haben festgestellt, dass Rauchen die Haut von Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) im Vergleich zu Nichtrauchern mit dieser Erkrankung deutlich verschlechtern kann. Bei Schuppenflechte handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung. Die Haut ist gerötet und schuppt. Die Ursachen sind vermutlich eine fehlgeleitete Immunantwort der Haut sowie genetische Veranlagung.

Neurodermitis
Bei Neurodermitis ist die Haut entzündet, trocken und juckt. Auch hier wirkt das Rauchen kontraproduktiv auf den Behandlungserfolg. Vor allem aufgrund der schlechten Durchblutung. Sogar Passivrauchen wirkt sich bei Neurodermitis negativ aus, wie eine größere Studie bei Schulkindern zeigt. Besonders jüngere Kinder, die in verrauchten Räumen groß werden, sind betroffen.

Hautkrebs
Einige Untersuchungen zeigen auch einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und Hautkrebs. Demnach haben Raucher ein höheres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken als Nichtraucher. Hauptgrund für dieses erhöhte Krebsrisiko ist offenbar ein durch das Rauchen geschwächtes Immunsystem.

Letzte Änderung: 25.05.2021