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Wasser trinken – wie viel ist gesund?

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Frau hält ein Glas Wasser in beiden Händen.

Bildnachweis: © wdv / Mathias Stalter

Viele Menschen trinken zu wenig. Dabei ist Flüssigkeit für unseren Körper sehr wichtig. Wie viel Wasser brauchen wir am Tag?

Der Wassergehalt im Körper eines Erwachsenen beträgt etwa 50 bis 60 Prozent. Die Flüssigkeit sorgt dafür, dass das Blut fließen kann. Sie transportiert wichtige Nährstoffe zu den Organen, reguliert über das Schwitzen die Körpertemperatur und schwemmt Giftstoffe aus dem Körper.

Ihr Körper verbraucht zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Er scheidet es über die Haut, über die Atmung sowie über den Stoffwechsel aus, also über Urin und Stuhlgang. Damit die Wasserbilanz stimmt, sollten Sie täglich so viel Wasser aufnehmen, wie der Körper benötigt.

Rund 1,5 Liter Wasser am Tag

Einen kleinen Teil ziehen Sie aus der Nahrung, der größere Teil gelangt über Getränke wie Wasser, Tee und Fruchtsaftschorlen in Ihren Körper. Trinken Sie rund 1,5 Liter pro Tag, bekommt der Organismus ausreichend Flüssigkeit. Diese Menge empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn.

Bei großer Hitze, extremer Kälte, Fieber, Erbrechen, Durchfall sowie bei körperlich anstrengender Arbeit und Sport benötigen Sie allerdings mehr Flüssigkeit. In diesen speziellen Situationen rät die DGE zu zusätzlichen 0,5 bis 1 Liter pro Stunde. Überschüssige Mengen scheidet ein gesunder Organismus über die Nieren aus.

Was passiert, wenn Sie zu wenig trinken?

Ein Mangel an Flüssigkeit bleibt nicht ohne Folgen für den Körper:

  • Das Blut kann nicht mehr richtig fließen.
  • Die Muskel- und Gehirnzellen werden schlechter versorgt.
  • Die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nimmt ab.
  • Sie haben Durst, die Schleimhäute im Hals sind trocken.
  • Trocknen die Schleimhäute aus, sind sie anfälliger für Viren und Bakterien.
  • Das Risiko für Nierenerkrankungen, Harnwegsinfektionen und Kreislaufbeschwerden steigt.
  • Sie können Kopfschmerzen kriegen.
Junge Frau hält einen Apfel in der Hand.

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Warten Sie nicht auf den Durst

Damit es nicht so weit kommt, trinken Sie über den Tag verteilt am besten regelmäßig etwas. Auch Apps können Ihnen helfen und Sie regelmäßig ans Trinken erinnern. Ratsam ist es außerdem, dass Sie immer ein Getränk in Sichtweite haben – bei der Arbeit und zu Hause. Werden Sie durstig, ist es nämlich ist eigentlich schon zu spät. Durch Durst signalisiert der Körper, dass ihm Flüssigkeit fehlt.

Auf die Wasser-Temperatur kommt es an

Fällt es Ihnen schwer, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, können Sie es mit lauwarmen Wasser oder Tee versuchen. Entspricht die Wasser-Temperatur ungefähr der Körperwärme von 36 Grad, schont das den Organismus. Lauwarmes Wasser wirkt zudem schmerz- und krampflindernd und fördert die Verdauung, da es Fette besser löst. Ein Glas lauwarmes Wasser direkt nach dem Aufstehen bringt Ihren Kreislauf auf Trab.

Zu viel Wasser schadet der Gesundheit

Doch auch beim Trinken können Sie es übertreiben. Nehmen Sie in kurzer Zeit deutlich mehr Flüssigkeit auf, als der Körper benötigt, kommt es im Extremfall zu einer „Wasservergiftung“. Die Nieren schaffen es nicht, die große Menge an Flüssigkeit zu entsorgen. Die extreme Blutverdünnung bringt den Elektrolyt- und Salzhaushalt durcheinander.

Durch die niedrige Salzkonzentration im Blut gelangt das Wasser in die Zellen und schwemmt sie auf. Das kann die Bildung von Ödemen fördern, besonders im Gehirn. Im schlimmsten Fall führt eine Wasservergiftung zum Tod. Besonders gefährdet sind Menschen mit Nieren- und Lebererkrankungen sowie Extremsportler. Wenn Sie sich unsicher sind, welche Wassermenge für Sie die richtige ist, fragen Sie Ihren Arzt.


Letzte Änderung: 26.02.2020