Verhütungsmittel im Überblick

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Paar liegt im Bett, der Mann wacht auf und streckt sich.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Das perfekte Verhütungsmittel ist extrem zuverlässig, einfach zu nutzen und für den Körper nicht belastend – aber kein Mittel auf dem Markt bietet Ihnen all diese Vorteile. Da hilft es nur, sich zu informieren und auszuprobieren. Wir verraten die 12 besten Verhütungsmethoden und helfen Ihnen herauszufinden, welche am besten zu Ihnen passt.

Kondom, Pille, Diaphragma oder Spirale – beim Thema Verhütungsmethoden haben Sie die Qual der Wahl. Je nach Alter und Lebenslage haben Paare heute viele Möglichkeiten, eine Schwangerschaft zu verhindern. Meist spielt bei der Entscheidung für ein Verhütungsmittel seine Zuverlässigkeit eine wichtige Rolle, die Sie am sogenannten Pearl-Index (PI) ablesen: Er gibt an, wie viele von 100 Frauen, die mit einer bestimmten Methode ein Jahr lang verhüten, ungewollt schwanger werden. Ein Pearl-Index von 1 bedeutet also, dass die Methode bei einer von 100 Frauen versagt hat. Lesen Sie mehr über die acht wichtigsten hormonellen und vier natürlichen Verhütungsmethoden und deren Zuverlässigkeit.

Hormonelle Verhütungsmittel

Pille

Die Pille ist das beliebteste Verhütungsmittel. Mit ihr nehmen Sie 21 Tage lang zusätzliche Hormone ein.
Pille

Minipille

Anders als die Pille enthält die Minipille ausschließlich Gestagene. Sie ist besonders in der Zeit geeignet, in der Sie ein Baby stillen.
Minipille

Verhütungsring

Der Vaginalring ist ein hormonhaltiger, flexibler Kunststoffring, den Sie selbst in die Scheide einführen können. Der Ring enthält Östrogen und Gestagen und wird nach drei Wochen entfernt.
Verhütungsring

Hormonspirale

Die Hormonspirale besteht aus einem T-förmigen Kunststoffstück, dessen Schaft mit einem Hormondepot an Gestagenen versehen ist. Nach einer genauen Voruntersuchung setzt Ihnen ein Arzt die Spirale direkt in die Gebärmutter ein. 
Hormonspirale

Dreimonatsspritze

Bei dieser Methode spritzt Ihnen ein Arzt alle drei Monate ein Hormondepot mit Gestagen. Bei der Einnahme können Sie also keine Fehler machen. Allerdings greift die Dreimonatsspritze stärker in Ihren Hormonhaushalt ein als andere Verhütungsmittel.
Dreimonatsspritze

Verhütungsstäbchen

Das Hormonimplantat aus Kunststoff ist weich und vier Zentimeter lang. Ein Frauenarzt setzt es Ihnen mit einer örtlichen Betäubung direkt unter die Haut am Oberarm ein.
Verhütungsstäbchen

Verhütungspflaster

Das Hormonpflaster kleben Sie sich drei Wochen lang alle sieben Tage an eine unauffällige Stelle am Bauch, Oberarm oder auf den Po. Danach machen Sie eine Pause, in der für gewöhnlich die Regel kommt. Im Pflaster sind die Hormone Östrogen und Gestagen gespeichert, die über die Haut direkt ins Blut abgegeben werden.
Verhütungspflaster

Junges Paar lächelt sich an.

Verhütungsmittel

Diese Kosten übernimmt die AOK.

Natürliche Verhütungsmittel

Kondom

Das Kondom ist derzeit das einzige Verhütungsmittel für den Mann. Es besteht aus einer hauchdünnen, reißfesten Latexhaut, die auf den steifen Penis gerollt wird und so beim Sex den direkten Kontakt zur Scheide verhindert.
Kondom

Diaphragma

Das Diaphragma, auch Verhütungskappe genannt, besteht aus einem runden flexiblen Ring, der mit einer Silikonhaut überspannt ist. Früher musste die Kappe beim Frauenarzt individuell angepasst werden. Heute können Sie ein Diaphragma in Einheitsgröße nutzen, das sich dem Scheidengewölbe automatisch anpasst. 
Diaphragma

Kupferspirale & Kupferkette

Wenn Sie ein hormonfreies Langzeitverhütungsmittel suchen, können Kupferspirale und Kupferkette das richtige für Sie sein. Die Kupferspirale ist ein T-förmiges Kunststoffstäbchen, dessen Schaft von einem Kupferdraht umwickelt ist. Die Kette besteht dagegen aus vier oder sechs Mini-Kupferröhrchen, die an einem Nylonfaden aufgereiht sind. 
Kupferspirale & Kupferkette

Zervixschleim (Billings-Methode)

Wenn Sie Ihren Gebärmutterhalsschleim untersuchen, können Sie an der Konsistenz des Zervixschleims Ihre fruchtbaren Tage erkennen. Als Verhütungsmittel ist die Billings-Methode allerdings weniger geeignet als zur Bestimmung der fruchtbaren Tage, wenn Sie sich ein Kind wünschen.
Zervixschleim (Billings-Methode)

Chemische Verhütungsmittel

Die Vielfalt der chemischen Verhütungsmittel ist groß: Es gibt Zäpfchen, Tabletten, Gels, Sprays oder Cremes. Alle Präparate können Sie selbst kurz vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide einführen. Bei Körperwärme machen chemische Verhütungsmittel die Spermien bewegungsunfähig. 
Chemische Verhütungsmittel

Letzte Änderung: 09.06.2016

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