Hormonspirale

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Eine Frau beisst einen Mann spielerisch in die Schulter.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Die Hormonspirale besteht aus einem T-förmigen Kunststoffstück, dessen Schaft mit einem Hormondepot an Gestagenen versehen ist. Nach einer genauen Voruntersuchung der Frau setzt ein Arzt die Spirale direkt in die Gebärmutter ein.

Das Prinzip: Im Gegensatz zu anderen hormonellen Verhütungsmethoden unterdrückt die Hormonspirale nicht den Eisprung. Sie wirkt ausschließlich in der Gebärmutter, wo sie sowohl verhindert, dass die Spermien aufsteigen, als auch dass sich eine eventuell befruchtete Eizelle einnisten kann. Das Hormondepot reicht, je nach Präparat, für eine Wirkungszeit von drei bis fünf Jahren. Diese Methode gilt als sehr zuverlässig. In regelmäßigen Kontrollen wird untersucht, ob die Spirale noch sitzt und die Sicherheit gewahrt ist. Viele Frauen empfinden es als vorteilhaft, dass die monatliche Blutung kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft ausfällt. Etwa die Hälfte der Frauen hat nach einigen Monaten fast gar keine Blutung mehr. Bei jungen Frauen und solchen, die noch nicht geboren haben, kann es schwierig sein, die Spirale einzusetzen. Die Hormonspirale ist besonders für Frauen mit Östrogenunverträglichkeit geeignet und kann auch während der Stillzeit eingesetzt werden.

Junges Paar, die Frau schaut traurig.

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Nebenwirkungen: Als Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Brustspannen, Gewichtszunahme, Akne, depressive Verstimmungen oder sexuelle Unlust auftreten.

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Letzte Änderung: 09.06.2016