Abonnieren Sie den vigo-Newsletter. Wir halten Sie zu allen interessanten Gesundheitsthemen auf dem Laufenden!

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.

Pille: Hormone gegen Schwangerschaft

ArtikelLesezeit: 1:00 min.
Junges Paar küsst sich.

Bildnachweis: © istockphoto.com / Strelciuc Dumitru

Die Pille ist das beliebteste Verhütungsmittel. Um eine Schwangerschaft zu verhindern, nehmen Frauen 21 Tage lang zusätzliche Hormone ein, gefolgt von einer 7-tägigen Pause. Das ist einfach, birgt aber auch Risiken.

Wie wirkt die Pille?

Bei der Mikropille sorgen die Hormone Östrogen und Gestagen dafür, dass der Hormonspiegel der Frau konstant bleibt. Das verhindert unter anderem, dass Eizellen reifen. Außerdem baut sich kaum Gebärmutterschleimhaut auf. So kann sich eine Eizelle schwer einnisten, falls eine Befruchtung stattfinden sollte. Die Mikropille gilt daher als ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Sie ist eine gute Wahl, wenn Sie auf keinen Fall schwanger werden wollen.

Die Mikropille wirkt allerdings nur dann zuverlässig, wenn Sie sie regelmäßig einnehmen. Durchfall und Erbrechen können beispielsweise dazu führen, dass die Hormone aus der Pille nicht aufgenommen werden. Dann ist der Verhütungsschutz unterbrochen.

Art und Dosierung der eingesetzten Hormone hängen von der jeweiligen Pille ab. Auf dem Markt sind Einphasenpräparate, die pro Pille immer die gleiche Menge Östrogen und Gestagen enthalten. Bei sogenannten Zwei-, Drei- und Vierstufenpräparaten ändert sich das Mischungsverhältnis im Verlauf des Zyklus.

Gerade bei den Gestagenen setzen Hersteller unterschiedliche Substanzen ein. Diese können unterschiedliche unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Junges Paar, die Frau schaut traurig.

Partnerschaft & Sexualität

AOK-Experten beraten Sie im Forum.

Welche Nebenwirkungen kann die Pille haben?

Wenn Sie beginnen, die Pille zu nehmen, können Brustspannen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Gewichtsschwankungen auftreten. Aktuelle Studien zeigen, dass gerade zu Beginn der Einnahme auch das Risiko für Thrombosen steigen kann. Thrombosen sind Blutgerinnsel, die eine lebensgefährliche Lungenembolie auslösen können. Das passiert allerdings selten. Je nach Pille bekommen 5 bis 12 von 10.000 Frauen eine Thrombose. Zum Vergleich: Auch 2 von 10.000 jungen Frauen, die die Pille nicht nehmen, entwickeln statistisch eine Thrombose. Auch wenn Sie rauchen, übergewichtig sind oder unter Gerinnungsstörungen leiden, besteht ein erhöhtes Embolie- und Thromboserisiko.

Pearl-Index: 0,1 - 0,9 (Quelle für Pearl-Index: profamilia.de)

Welche Pille hat ein hohes Thromboserisiko?

Laut Stiftung Warentest ist das Thromboserisiko besonders gegeben bei Präparaten mit den Gestagenen Desogestrel, Dienogest, Drospirenon oder Gestoden. Es ist bis zu doppelt so hoch im Vergleich zu anderen Wirkstoffen.

Niedriger ist das Risiko demnach bei Präparaten, die neben Östrogen die Gestagene Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat enthalten. Zwar können Sie auch hier eine Lungenembolie oder Thrombosen erleiden. Insgesamt geschieht das jedoch seltener.

Letzte Änderung: 22.07.2021