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Diaphragma

ArtikelLesezeit: 1:30 min.
Lachendes Paar, die Frau legt dem Mann den Arm um die Schulter.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Das Diaphragma, auch Verhütungskappe genannt, besteht aus einem runden flexiblen Ring, der mit einer Silikonhaut überspannt ist. Früher musste die Kappe beim Frauenarzt individuell angepasst werden. Heute können Sie ein Diaphragma in Einheitsgröße nutzen, das sich dem Scheidengewölbe automatisch anpasst.

Das Prinzip: Sie cremen die Verhütungskappe vor dem Gebrauch mit einem speziellen Gel oder Schaum ein und legen sie so vor den Muttermund ein, dass sie den Zugang zur Gebärmutter versperrt. Die chemischen Mittel im Gel oder Schaum senken den PH-Wert in der Scheide und hemmen so die Beweglichkeit der Spermien. Ihre Wirkung geht mit der Zeit verloren, daher dürfen Sie das Diaphragma frühestens zwei Stunden vor dem Verkehr einsetzen. Nach dem Sex muss es für mehrere Stunden in der Scheide verbleiben, da die geschwächten Spermien dort noch bis zu acht Stunden aktiv sein können.

Das richtige Einsetzen des Diaphragmas erfordert einige Übung. Sind Sie sich in der Handhabung noch nicht sicher, sollten Sie anfangs eine zusätzliche Verhütungsmethode, etwa das Kondom, wählen. Gut gepflegt hält eine Verhütungskappe bis zu zwei Jahre.

Junges Paar lächelt sich an.

Verhütungsmittel

Diese Kosten übernimmt die AOK.

Nebenwirkungen: Wenn Sie unter einer Gebärmuttersenkung oder unter häufigen Blasenentzündungen leiden, dann ist ein Diaphragma für Sie nicht das geeignete Verhütungsmittel. Es greift nicht in Ihren Hormonhaushalt ein. Gesundheitsschädliche Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen sind nicht bekannt.

Pearl-Index: 1 - 20 (Quelle für Pearl-Index: profamilia.de)

Letzte Änderung: 20.07.2020