Diaphragma (Verhütungskappe)

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Das Diaphragma, auch Verhütungskappe genannt, besteht aus einem runden flexiblen Ring, der mit einer Silikonhaut überspannt ist. Bisher musste die Kappe beim Frauenarzt individuell angepasst werden. Die neuste Generation ist dagegen oval geformt, hat eine Einheitsgröße und passt sich dem Scheidengewölbe automatisch an.

Das Prinzip: Die Verhütungskappe wird vor dem Gebrauch mit einem speziellen Gel oder Schaum eingekremt und von der Frau selbst so vor den Muttermund eingelegt, dass sie den Zugang zur Gebärmutter versperrt. Die chemischen Mittel im Gel oder Schaum senken den PH-Wert in der Scheide und hemmen so die Beweglichkeit der Spermien. Ihre Wirkung geht mit der Zeit verloren, daher darf das Diaphragma frühestens zwei Stunden vor dem Verkehr eingesetzt werden. Nach dem Sex muss es für mehrere Stunden in der Scheide verbleiben, da die geschwächten Spermien dort noch bis zu acht Stunden aktiv sein können.

Das richtige Einsetzen des Diaphragmas erfordert einige Übung. Ist sich die Frau in der Handhabung nicht sicher, wird eine zusätzliche Verhütungsmethode, etwa das Kondom, empfohlen.

Verhütungsmittel

Diese Kosten übernimmt die AOK.

Nebenwirkungen: Nicht geeignet ist das Diaphragma für Frauen mit einer Gebärmuttersenkung oder häufigen Blasenentzündungen. Dafür greift es nicht in den Hormonhaushalt ein. Auch sind keine gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen bekannt. Gut gepflegt hält eine Verhütungskappe bis zu zwei Jahre.

Pearl-Index: 1 - 20 (Quelle für Pearl-Index: profamilia.de)

Letzte Änderung: 09.06.2016