Verhütungsstäbchen (Hormonimplantat)

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Das Verhütungsstäbchen ist ein weiches, vier Zentimeter langes Hormonimplantat aus Kunststoff. Es wird unter örtlicher Betäubung von einem Frauenarzt direkt unter die Haut am Oberarm eingeschoben.

Das Prinzip: Der korrekte Sitz ist für die Wirkung entscheidend und muss regelmäßig kontrolliert werden. Richtig eingesetzt ist das Hormonstäbchen das derzeit zuverlässigste Verhütungsmittel. Es enthält ein Depot von Gestagen, das es über den Zeitraum von etwa drei Jahren in kleinen Mengen in den Blutkreislauf absondert. Diese verhindern den monatlichen Eisprung und verdickt den Schleim des Gebärmutterhalses, was das Durchdringen der Spermien hemmt. Der Vorteil: Wird das Stäbchen entfernt, kommt es – im Vergleich etwa zu einer Depotspritze – schneller zur Wiederherstellung der Fruchtbarkeit. Das relativ teure Präparat eignet sich insbesondere für Frauen, die Schwierigkeiten mit der regelmäßigen Einnahme von Verhütungsmitteln haben.

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Nebenwirkungen: Im Vergleich zu den Kombinationsmitteln aus Östrogen und Gestagen ist das Verhütungsstäbchen oft weniger gut verträglich. Nebenwirkungen wie Akne, Kopfschmerzen, Brustspannen und Depressionen treten relativ häufig auf.

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Letzte Änderung: 09.06.2016