Muskelkater – Belohnung oder Überbelastung?

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Ein Jogger fasst sich an sein Knie.

Bildnachweis: © stock.adobe.com / phanuwatnandee

Entgegen der gängigen Meinung ist Muskelkater keine „Belohnung“ für besonders gutes Training. Stattdessen wurde die Muskulatur zu stark gereizt und benötigt je nach Ausmaß der Schädigung zwei bis fünf Tage, um sich zu regenerieren. Das Problem: Je länger die Trainingspause, desto geringer der Trainingseffekt.

Belastung kontinuierlich steigern

Es empfiehlt sich deshalb, beim Training nicht an die Schmerzgrenzen zu gehen. Regelmäßig und in Maßen Sport zu treiben ist wesentlich gesünder und zielführender. Um Muskelkater zu vermeiden, ist es besser, die Belastung bei jeder Trainingseinheit ein wenig zu steigern.

Wichtig: Pause einlegen!

Wenn der Muskelkater einen dennoch erwischt hat, sollte man – entgegen der Mär „Gleich am nächsten Tag kräftig weitertrainieren“ – pausieren. Da der Muskelkater durch kleine Verletzungen entsteht, sollten Sie diese auskurieren und nicht durch weiteres Training verschlimmern. Ein paar Tage Pause, bis der Schmerz abgeklungen ist, sind deshalb sinnvoll.

Mann beim Freihanteltraining im Fitnessstudio.

Vorteilspartner

Sparen im Fitnessstudio und bei Outdoor-Fitness.

Nahrungsergänzungsmittel überflüssig

Auch mit Nahrungsergänzungsmitteln verhindert man keinen Muskelkater. Magnesium beispielsweise ist schlichtweg überflüssig. Bei sportlichen Aktivitäten, die weniger als eine Stunde dauern, ist immer noch Wasser der beste Durstlöscher. Auf proteinhaltige oder isotonische Getränke können Sie getrost verzichten. Sie werden den Muskelkater nicht aufhalten, wenn Sie falsch trainieren.

Langsam angehen

Falscher Ehrgeiz ist nie gut. Gehen Sie es lieber langsam an und dehnen Sie vor und nach dem Sport die Muskulatur ganz sanft. Die Dehnung ist aber nur dann sinnvoll, wenn die Muskelfaser noch nicht geschädigt ist.

Hat Sie dennoch der Muskelkater erwischt, ist Geduld das beste Mittel.


Letzte Änderung: 13.03.2017