Rezeptfreie Schmerzmittel

ArtikelLesezeit: 4:00 min.
Verschiedene Tabletten in einer Reihe.

Bildnachweis: © wdv / Stefan Oberschelp

Kopf-, Rücken- oder Zahnschmerzen... nicht bei jeder Qual hilft der gleiche Wirkstoff. vigo Online hat einen Überblick für Sie zusammengestellt, welche rezeptfreien Schmerzmittel bei welchen Leiden helfen und mit welchen Nebenwirkung zu rechnen ist.

Acetylsalicylsäure (ASS)

  • ASS ist das klassische Schmerzmittel.
  • Anwendungsgebiete: leichte bis mäßig starke Schmerzen, Entzündungen, rheumatische Erkrankungen und Fieber
  • Wirkung: Es hemmt wie alle NSAR die Produktion bestimmter Gewebshormone (Prostaglandine) und somit die Schmerzentstehung. Außerdem wirkt es fiebersenkend
  • Nebenwirkungen: Kann bei längerem Gebrauch oder in höheren Dosen die Magenschleimhaut reizen oder löst bei Allergikern unter Umständen Asthmaanfälle aus. Kindern und Jugendlichen sollte ASS gar nicht verabreicht werden, da der Wirkstoff bei Kindern und Jugendlichen bei Grippe und anderen Infekten zum sogenannten Reye-Syndrom (schwere Gehirn- und Lebererkrankung) führen kann. Ebenso wenig sollte ASS in der Schwangerschaft, vor Operationen oder zahnärztlichen Eingriffen angewendet werden.

Ibuprofen

  • Anwendungsgebiete: mittlere bis stärkere Schmerzen, Entzündungen und Fieber
  • Wirkung: Es hemmt wie alle NSAR die Produktion bestimmter Gewebshormone (Prostaglandine) und somit die Schmerzentstehung.
  • Nebenwirkungen: Birgt ähnliche Gefahren wie ASS, kann schläfrig machen
Frau mit Headset am Computer.

Fragen zu Medikamenten?

AOK-Clarimedis hilft Ihnen weiter.

Paracetamol

  • Ebenfalls ein klassisches Schmerzmittel
  • Anwendungsgebiete: leichte bis mäßige Schmerzen und Fieber
  • Wirkung: Bei leichten Kopfschmerzen, aber vor allem wegen seiner fiebersenkenden Wirkung kann Paracetamol eingesetzt werden.
  • Nebenwirkungen: Seit April 2009 wird Paracetamol nur noch in kleinen Packungsgrößen bis 20 Tabletten verkauft. Grund dafür ist, dass Paracetamol ab der Menge von sechs Gramm schwere Leberschäden hervorrufen kann. Hält man sich an die vorgegebene Dosierung, ist sein Nebenwirkungspotential geringer als bei den NSAR-Wirkstoffen. Paracetamol kann auch Säuglingen und Kindern verabreicht werden.

Diclofenac

  • Anwendungsgebiete: leichte bis mittlere Schmerzen, die mit Entzündungen einhergehen
  • Wirkung: Diclofenac wirkt schmerzstillend, aber vor allem entzündungshemmend und wird deswegen unter anderem bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt.
  • Nebenwirkungen: Diclofenac verstärkt das Risiko von Magen- und Darmblutungenb. Dieser Effekt kann noch verstärkt werden, wenn zusätzlich Ibuprofen eingenommen wird. In Einzelfällen kann die Gefahr eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts erhöht sein. Vor größeren operativen Eingriffen, sowie in der Schwangerschaft, sollte das Mittel ebenfalls nicht eingenommen werden.

So entsteht ein Medikament

Letzte Änderung: 13.04.2016