Vitamine – unsere Lebensbausteine

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Eine Schüssel mit Äpfeln.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Salat, Gemüse, Obst – von klein auf lernen wir, dass wir für eine gesunde Lebensweise Vitamine brauchen. Manch einer greift daher zu künstlich hergestellten Nahrungsergänzungsmitteln, um seinen Bedarf an den lebenswichtigen Nährstoffen zu decken. Doch nicht jeder weiß: Zu viele Vitamine können ebenso schaden wie zu wenige. Deshalb raten Fachleute, den Vitaminbedarf über das normale Essen zu decken anstatt Pillen zu schlucken – und das ist gar nicht so schwer.

Vitamine haben lebenswichtige Funktionen: Sie liefern zwar keine Energie, doch sie sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. So regulieren sie beispielsweise die Verwertung von Kohlenhydraten, Fett sowie Eiweiß und sind beim Aufbau von Zellen, Blutkörperchen und Knochen beteiligt. Da sie – mit Ausnahme von Vitamin D – nicht vom Körper selbst gebildet werden können, kann bei Fehlernährung schnell ein Mangel entstehen – meist mit gravierenden Folgen.

Junge Frau hält einen Apfel in der Hand.

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Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sind gute Vitaminlieferanten

In Deutschland ist das Angebot an Lebensmitteln groß und ein Vitaminmangel eher die Ausnahme. Wer täglich Obst und Gemüse, Milch- und Vollkorngetreideprodukte sowie gelegentlich Fleisch, Fisch und Eier verzehrt, ist in der Regel gut versorgt. Meldungen, dass Obst und Gemüse heute weniger Vitamine enthalten als früher, wurden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung widerlegt. Allerdings haben Schwangere, Stillende und Raucher einen erhöhten Vitaminbedarf. Zudem kann es bei Säuglingen, Senioren und Menschen, die eine strenge Diät einhalten oder unter einer Darmerkrankung leiden, zu Mangelerscheinungen kommen. Für diese Risikogruppen hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spezielle Empfehlungen herausgegeben.

Schonend lagern und zubereiten

Um das Beste aus den Nahrungsmitteln herauszuholen, sollten Kranke wie Gesunde ein paar einfache Regeln beachten: So sind einige, wie zum Beispiel Vitamin C und B-Vitamine, empfindlich gegen Hitze, Licht und Sauerstoff. Lagern Sie vitaminreiche Lebensmittel daher am besten kühl und lichtgeschützt. Auch bei der Zubereitung sollten Sie schonend vorgehen und beispielsweise Gemüse nur kurz und mit wenig Wasser oder Fett garen.

Warum zu viele Vitamine schaden

So leicht ist es, sich gesund zu ernähren. Wer dagegen ohne ärztliche Empfehlung Vitaminpräparate schluckt, tut seiner Gesundheit keinen Gefallen. Vor allem die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K werden im Körper gespeichert und können im Übermaß langfristig der Gesundheit eher schaden als nützen. So zeigten verschiedene Studien, dass die zusätzliche Einnahme von Beta-Carotin – einer Vorstufe von Vitamin A – das Lungenkrebsrisiko bei Rauchern erhöht. Für andere Vitaminpräparate wurden ähnlich negative Folgen beobachtet. Fachgesellschaften empfehlen daher heute, den Vitaminbedarf über eine abwechslungsreiche Ernährung zu decken.

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Letzte Änderung: 17.10.2019