Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?

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Verschiedene Tabletten in einer Reihe.

Bildnachweis: © wdv / Stefan Oberschelp

Vitamin E sorgt für ein jüngeres Aussehen, Biotin beugt Haarausfall vor und Kalium fördert das Denkvermögen – die Botschaften der Werbung sind ebenso eindeutig wie erfolgreich. Jeder dritte Deutsche greift laut einer Forsa-Umfrage zu Nahrungsergänzungsmitteln. Doch brauchen wir die Tabletten, Pülverchen oder Kapseln wirklich, um unseren Körper optimal mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen?

Nein, lautet die einhellige Meinung, die sowohl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als auch der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Helmut Heseker vertreten. „Mit einer einigermaßen abwechslungsreichen Ernährung und einer Energieaufnahme von mehr als 2000 Kilokalorien nimmt der gesunde Mensch in der Regel alle Nährstoffe in ausreichenden Mengen auf“, sagt Heseker. Die einzige Ausnahme sei das Vitamin D bei Personen, die sich nicht regelmäßig im Freien aufhalten.

Junge Frau hält einen Apfel in der Hand.

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Das Geschäft mit den „gesunden Pillen“ boomt

Wirkliche Vitaminmangelkrankheiten gibt es in Deutschland jedoch kaum noch. Und auch das Argument, man müsse seine Nahrung künstlich ergänzen, weil die Lebensmittel weniger Nährstoffe enthalten würden als früher, wurde von Wissenschaftlern widerlegt. Trotz dieser Fakten und der einheitlichen Expertenmeinung boomt das Geschäft mit der Nahrungsergänzung: So schätzt das Forsa-Institut den Jahresumsatz mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten in Deutschland auf mindestens eine Milliarde Euro.

Nahrungsergänzung: Wer braucht sie und wer nicht?

Weitere Infos im Überblick

Auf den nächsten Seiten versorgt vigo online Sie mit den wichtigsten Informationen rund um das Thema Nahrungsergänzungsmittel. Wir erklären Ihnen, für wen eine gezielte Nahrungsergänzung sinnvoll sein kann, auf was Verbraucher bei der Auswahl achten sollten und welche Lebensmittel die künstlichen Produkte ersetzen können.


Letzte Änderung: 21.03.2013