Gesundheits-Apps: Wie gesund machen sie wirklich?

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In unserer schnelllebigen Zeit scheint es ein großer Fortschritt zu sein, dass sich immer mehr Lebensbereiche digital organisieren lassen. Können die Gesundheits-Apps hier so richtig punkten?

Das Smartphone wird immer beliebter. Für viele ist es bereits ein ständiger Begleiter. Jetzt kommt das Mobiltelefon auch in Gesundheitsfragen vermehrt zum Einsatz: Zum Beispiel kann der „Apotheken-Notdienst-Finder“ in Sekundenschnelle sagen, wo sich die nächste Notdienst-Apotheke befindet und einen direkt dorthin navigieren.

Andere Apps möchten dem Nutzer den Gang zum Apotheker direkt ersparen: So leistet beispielsweise die Hausmittel-App bei den meisten kleinen Beschwerden wie Magenverstimmung oder Husten direkt Abhilfe. Und all das erfährt man ohne das Haus zu verlassen.

Das Smartphone als Trainingspartner?

Was man jedoch nicht vergessen sollte: Alles von zuhause aus zu regeln, kann auch ein Nachteil sein. Selbst wenn die bequeme Bedienung von der heimischen Couch aus verlockend ist, für die Gesundheit ist das nicht zwangsläufig gut. Denn auch wenn bei vielen kleinen Beschwerden Hausmittel Linderung verschaffen: Sicherer ist es manchmal doch, seine Beschwerden in der Apotheke zu schildern und sich beraten zu lassen.

Immer On?

Onlinesucht an Schulen vorbeugen.

Bei den sportlichen Anwendungen für das Smartphone sieht das nicht anders aus. Ist es nicht wesentlich interessanter, in einem Yoga-Studio neue Menschen kennenzulernen als alleine zuhause vor seinem Handy zu sitzen und die Bewegungen einer animierten Comic-Figur nachzuahmen? Wie groß ist die Motivation, wenn man niemanden hat, mit dem man sich gemeinsam sportlich betätigen kann? Und was noch wichtiger ist: Wer korrigiert eine fehlerhafte Ausführung der Yoga-Übungen?

Und nicht zu vergessen: Beim Gang zum Fitnessstudio, zur Apotheke oder zum Ernährungsberater handelt es sich schließlich auch um Bewegung an der frischen Luft, die dem Körper ebenso zu Gute kommt. Und genau diese kurzen Spaziergänge würden aufgrund der verlockenden Apps vielleicht immer häufiger ausbleiben.

Fazit: Das Smartphone mit seinen Gesundheits- Apps ist als Alltagshelfer eine gute Erfindung. Jeder sollte jedoch überlegen, wann sein Einsatz notwendig und wirklich sinnvoll ist.

Letzte Änderung: 13.09.2011