Arthrose: Wenn die Gelenke schmerzen

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Arzt untersucht die Fingergelenke eines älteren Mannes.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Hermann

Unsere Gelenke leisten jede Menge Arbeit. Erst sie ermöglichen unsere Bewegungen und führen sie aus. Ihre Bedeutung wird jedoch erst wirklich klar, wenn sie nicht mehr so gut funktionieren – etwa wenn sie durch die Volkskrankheit Arthrose beeinträchtigt werden.

Arthrose ist eine Verschleißerkrankung der Gelenke. Sie entsteht, wenn der Knorpel im Gelenk an Elastizität verliert und sich mit der Zeit abnutzt. Je stärker der Gelenkknorpel beschädigt oder abgerieben ist, desto mehr werden auch die am Gelenk angrenzenden Knochen in Mitleidenschaft gezogen. Sie verhärten sich und reiben aufeinander. Und das tut weh.

Der menschliche Körper hat mehr als hundert Gelenke. Arthrose kann überall dort entstehen, wo ein Gelenkknorpel vorhanden ist. Am häufigsten betroffen sind das Knie- und Hüftgelenk, die Hand- und Fußgelenke sowie die Wirbelsäule.

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Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen von Arthrose sind vielfältig und komplex. Da der Ausgangspunkt einer Arthrose immer ein Knorpelschaden ist, können alle Faktoren, die den Gelenkknorpel schädigen, als Auslöser einer Arthrose betrachtet werden.

  • Wichtigster Risikofaktor ist das Alter. Studien zufolge liegt die Arthrosehäufigkeit an mindestens einem Gelenk bei Menschen über 65 Jahren bei 90 Prozent.
  • Zweitwichtigster Risikofaktor ist das weibliche Geschlecht. Besonders jenseits des 50. Lebensjahres erkranken Frauen häufiger, stärker und an mehr Gelenken als Männer.
  • Oft mündet eine langjährige Fehl- oder Überlastung der Gelenke, beispielsweise eine Fehlstellung der Knie- oder Hüftgelenke, in einer Arthrose-Erkrankung. Auch Übergewicht wird dafür verantwortlich gemacht.
  • Eine Störung der Knorpelentwicklung oder die Anlage für eine Fehlstellung der Gelenke kann erblich bedingt sein und damit eine Arthrose begünstigen.
  • Unfälle oder Verletzungen (z.B. ein Bänderriss oder ein Knochenbruch in Gelenknähe) können ebenfalls Arthrose mit verursachen.
  • Auch Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) erhöhen das Risiko einer Arthrose.

Verdacht auf Arthrose – was tun?

Während sich eine Arthrose in fortgeschrittenem Stadium schmerzhaft bemerkbar macht, bleibt sie ganz am Anfang meist unentdeckt. Grund dafür ist, dass der Betroffene die Knorpelschäden noch nicht spüren kann.

Daher ist es ratsam, bei ersten Anzeichen von Gelenkbeschwerden, wie beispielsweise Spannungsgefühlen oder steifen Gelenken, mit dem Arzt zu sprechen. Nur er kann sicher abklären, ob tatsächlich eine Arthrose oder andere Ursachen für die Beschwerden vorliegen.


Letzte Änderung: 03.11.2015