Migräne – Arten und Symptome

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Die Migräne gehört zu den häufigsten Kopfschmerzarten. Meistens setzt sie bei jungen Erwachsenen ein, selten bei Menschen über 40 Jahren. Symptome sind starke Kopfschmerzen, die von Übelkeit, Erbrechen oder Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet werden. Gehen der Migräneattacke Empfindungen wie Sehstörungen voraus, handelt es sich um eine Migräne mit Aura. Die meisten Patienten leiden unter Migräne ohne Aura.

Nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft sind 12 bis 15 Prozent der Frauen und 8 bis 10 Prozent der Männer in Deutschland von Migräne betroffen. „Ich habe Migräne“, sagen viele Menschen, wenn sie Kopfschmerzen haben. Migräne unterscheidet sich jedoch durch bestimmte Symptome von anderen Kopfschmerzarten. Sie wird als starker, pulsierender Schmerz empfunden, der vor allem im Bereich der Stirn, Schläfen und Augen auftritt und von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet wird. Meist verschlimmert sich der Schmerz bei Bewegung. Die Herkunft des Wortes Migräne aus dem Altgriechischen „hemicrania“ (halber Schädel) legt nahe, dass der Kopfschmerz nur halbseitig auftritt. Tatsächlich ist dies meistens der Fall. Migräne kann aber auch beidseitig auftreten.

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Man unterteilt Migräne vor allem in zwei Arten: Migräne ohne und mit Aura. Rund 80 Prozent der Betroffenen leiden unter Migräne ohne Aura. Doch was heißt eigentlich „Aura“ in diesem Zusammenhang? „Aura“ bedeutet, dass sich die Migräne durch bestimmte neurologische Vorzeichen ankündigt. Dazu gehören Kribbeln in Armen und Beinen, Sehstörungen (zum Beispiel Flimmern, Lichtblitze, Gesichtsfeldausfälle), Sprachstörungen und Lähmungen. Diese Symptome dauern bis zu einer Stunde an, dann setzt der Kopfschmerz ein. In seltenen Fällen dauert die Aura-Phase eine Woche und länger, dann spricht man von einer Persistierenden Aura. Auch den Migränepatienten ohne Aura kündigt sich ihr Migräneanfall häufig an. So können sie Stunden oder Tage vorher besonders reizbar sein, haben Stimmungsschwankungen, Verdauungsprobleme, Heißhungerattacken oder gar keinen Appetit mehr.

Letzte Änderung: 08.02.2017