Rheumatoide Arthritis – die Ursachen

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Arzt erklärt einem Patienten ein Röntgenbild.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Hermann

Etwa ein Prozent der Weltbevölkerung leidet an einer rheumatoiden Arthritis. In Deutschland sind das zirka 800.000 Menschen. Als Auslöser vermuten Experten fehlerhafte Autoimmunprozesse. Doch auch erbliche Veranlagung und schädliche Umwelteinflüsse, wie beispielsweise das Rauchen, können eine Rolle spielen. vigo Online hat die Ursachen der rheumatoiden Arthritis für Sie aufgeführt.

Die Gelenke gesunder Menschen sind durch die Gelenkinnenhaut mit der Knorpelschicht optimal verbunden. Bei Menschen mit rheumatoider Arthritis ist dieses Zusammenspiel gestört. Zellen des Immunsystems wenden sich gegen die eigene Gelenkinnenhaut und greifen sie an. Als Folge reagiert sie mit einer Entzündung. Nach und nach wird dieser Zustand chronisch. Und so kommt es zu irreparablen Schäden am Knorpel und Gelenkknochen, was zu starken Schmerzen und einer zunehmenden Versteifung der Gelenke führt.

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Ursachen für rheumatoide Arthritis

Die Frage, wie es zu dieser fehlerhaften Autoimmunreaktion kommt, ist noch nicht endgültig geklärt. Auffällig ist, dass die Krankheit überwiegend in der zweiten Lebenshälfte auftritt. Als sicher gilt auch, dass es bei den meisten Patienten eine genetisch bedingte, also eine angeborene, Veranlagung gibt. Dabei sind Frauen zwei bis drei Mal häufiger betroffen, als Männer. Bestimmte Faktoren führen dazu, dass diese Veranlagung ausbricht und das Immunsystem seine Aufgaben nicht mehr korrekt erfüllt. In allererster Linie spielen hier Umweltgifte eine entscheidende Rolle, insbesondere der Tabakkonsum. Raucher haben auffällig schwerere Krankheitsverläufe und Therapien schlagen schlechter an. Als weitere Auslösefaktoren gelten enormer Stress und Infekte.

Auch wenn die Ursachen heute noch nicht endgültig geklärt sind, wird die chronische Polyarthritis derzeit intensiv wissenschaftlich erforscht. Die daraus gewonnenen neuen Erkenntnisse liefern weitere Ansätze in der Therapie, die im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt die Lebensqualität für Patienten entscheidend verbessert haben.

Letzte Änderung: 14.02.2016