Frühlingsgefühle: Alles Gute bringt der Lenz

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Jedes Jahr aufs Neue beflügeln die ersten Sonnenstrahlen Laune und Libido – die Frühlingsgefühle erwachen. Doch wie kommt es eigentlich zu diesem Stimmungshoch?

Frühlingsgefühle werden durch eine Vielzahl von Faktoren hervorgerufen. Eine zentrale Rolle spielen die Hormone – aber es gibt auch andere, überraschende Ursachen:

Tanz der Hormone

Während der dunklen Wintermonate produziert die Zirbeldrüse in unserem Gehirn vermehrt das Schlafhormon Melatonin. Dieser Vorgang ist ein Relikt aus der Steinzeit, als es noch wichtig war, während der kalten Jahreszeiten viel zu schlafen. In der modernen Welt wirkt sich die erhöhte Konzentration des Hormons eher negativ auf unser Wohlbefinden aus: Wir fühlen uns müde und antriebslos. Mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings, die auf unsere Netzhaut fallen, reduziert der Körper seine Melatonin-Produktion. Gleichzeitig nimmt die Synthese des Glückshormons Serotonin zu. Die Stimmung steigt.

Interessant: Unser emotionales Frühjahrshoch ist also hormongesteuert. Anders als oft angenommen, spielen die Sexualhormone dabei jedoch keine Rolle.

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Es liegt was in der Luft...

Mit den steigenden Temperaturen beginnt im Frühling der Boden zu duften: Es riecht nach Gras, Moos und faulendem Laub. Dieser spezielle Geruch ist in unserem Gehirn abgespeichert. Die Duftmoleküle gelangen über die Geruchsrezeptoren in das Riechhirn und von dort aus in das sogenannte limbische System, in dem unsere Erinnerungen hinterlegt sind. Schon vor dem Erblühen der ersten Pflanzen erinnern wir uns also an vergangene Jahre und freuen uns auf den kommenden Frühling.

Das Auge „fühlt“ mit

Ebenfalls eine Rolle für die gesteigerte Libido im Frühling spielt das Auge. Mit den ersten Sonnenstrahlen und zunehmender Wärme befreien wir unseren Körper von überflüssigen Kleidungsstücken und zeigen mehr Haut. Das wirkt anziehend auf das andere Geschlecht: Schöne Frauenbeine, gewagte Dekolletés und muskulöse Männerkörper regen die Fantasie an.

Letzte Änderung: 09.04.2014