Spätakne: Alter schützt vor Pickeln nicht

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Lachende Frau.

Bildnachweis: © wdv / Günther Bauer

Unter Akne leiden nicht nur pubertierende Jugendliche, sondern auch Erwachsene. Jede vierte Frau im Alter zwischen 25 und 40 ist von Akne tarda, der sogenannten Spätakne, betroffen. Die Ursachen für die Hautkrankheit sind nicht immer auszumachen.

Die Pubertät ist längst vorbei – doch immer noch sprießen die lästigen Pickel? Hier handelt es sich keineswegs um ein Einzelschicksal. Während allerdings die Akne in jungen Jahren Mädchen und Jungen gleichermaßen plagt, betrifft die Akne tarda besonders häufig Frauen. Der Grund: Ihre Haut ist oft trockener und leichter reizbar. Die Talgdrüsen produzieren zu viel Talg, die Poren verhornen und verstopfen. Als Folge bilden sich Mitesser und Pickel.

Ein weiterer Unterschied zu den Pubertätspickeln: Jugendliche neigen zu Akne im Gesicht, auf dem Rücken, der Brust und dem Dekolleté. Bei Erwachsenen konzentriert sie sich dagegen auf das Gesicht.

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    Spätakne – und ihre Ursachen

    Die Ursachen für die Pickel im höheren Alter sind vielfältig und nicht immer auszumachen. Folgende Gründe können für eine Akne tarda vorliegen:

    • Hormonschwankungen:
      Besonders im Zusammenhang mit der Menstruation berichten Betroffene häufig von Akneschüben. Aber auch das Absetzen der Pille kann Akne fördern.
    • Falsche Kosmetikprodukte:
      Pflegeprodukte sollten dem Hauttyp entsprechen. Meiden Sie deshalb herkömmliche Seife ebenso wie reine Fettcremes. Sie enthalten Substanzen, die dazu führen können, dass sich die Talgdrüsengänge verschließen.
    • Stress:
      Studien belegen, dass insbesondere Frauen in aufreibenden Berufen unter Spätakne leiden. Denn chronischer Stress kann die Produktion von männlichen Hormonen sowie dem Stresshormon Adrenalin ankurbeln. Und das kann wiederum zu Hautunreinheiten führen.
    • Falsche Ernährung:
      Der sogenannte Glykämische Index gibt an, wie stark sich ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel auf den Blutzucker auswirkt. Ein hoher Wert kann aufgrund der schnellen und hoch dosierten Insulinzufuhr im Blut die Ausschüttung von Stoffen fördern, die die Talgdrüsen stimulieren und zu Akne führen.
    • Allergien:
      Auch Allergien, speziell die Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln und die Nebenwirkungen von Medikamenten, können Pickel verursachen.
    • Gene:
      Eine erbliche Veranlagung kann ebenfalls zu unreiner Haut führen.

    Letzte Änderung: 05.06.2012