Was ist COPD?

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Junge Frau inhaliert ein Asthma-Medikament.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

COPD ist eine chronische Erkrankung der Lunge, die auf entzündete und dauerhaft verengte Atemwegen zurückzuführen ist. Besonders häufig sind Raucher, Passivraucher und Ex-Raucher betroffen. Bei dem Krankheitsbild sind die Begrifflichkeiten „einfache chronische Bronchitis“, „chronisch obstruktive Bronchitis“, „Lungenemphysem“ und „Exazerbationen“ zu unterscheiden. Erfahren Sie mehr über die unheilbare Lungenkrankheit.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die COPD weltweit derzeit die vierthäufigste Todesursache. Die Prognosen sind ernüchternd: Bereits 2020 soll die Lungenkrankheit auf den dritten Platz der häufigsten Todesursachen vorrücken. Als Auslöser Nummer eins dieser Lungenerkrankung gilt das Tabakrauchen. Die Abkürzung COPD steht für „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ (engl. für „Chronisch obstruktive Lungenerkrankung“). Unter diesem Begriff sind verschiedene Krankheiten zusammengefasst, denen eine Verengung der Bronchien zugrunde liegt. Ihre Symptome ähneln sich: Typisch für COPD sind chronischer Husten, Auswurf, Atemnot und eine deutliche Leistungsminderung.

Vorreiter der COPD: Chronische Bronchitis

Eine einfache chronische Bronchitis gehört noch nicht zu diesem Krankheitskomplex, bildet jedoch oft die Grundlage für COPD. Bei dieser Vorerkrankung leiden die Patienten zwar an fortwährendem Husten und Auswurf, allerdings sind ihre Bronchien nicht verengt. Werden die auslösenden Gifte konsequent gemieden, ist diese Lungenkrankheit also noch heilbar. Dauert eine chronische Bronchitis allerdings lange an, dann nehmen die Symptome zu und bilden die Grundlage für eine chronische obstruktive Bronchitis. Bei dieser Krankheit verengt die entzündete Schleimhaut der Bronchien die Atemwege.

Junge Frau steht einatmend vor einer gekachelten Wand.

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Behandlungsprogramm für COPD-Patienten.

Das Lungenemphysem

Während ihre Trennwände zerstört werden, können mehrere Bläschen zu einer größeren Blase verschmelzen. Dieses sogenannte Lungenemphysem verkleinert die Gesamtoberfläche der Lunge. Die Folgen sind schwerwiegend, denn es gelangt dadurch weniger Sauerstoff ins Blut. Gleichzeitig vergrößert sich das Lungenvolumen, weil die Luft aus den größeren Blasen nicht mehr vollständig abgeatmet werden kann. Es kommt zum Phänomen einer überblähten Lunge. COPD ist meist eine Kombination aus einer chronisch-obstruktiven Bronchitis und einem Lungenemphysem.

Atemnotanfälle

In der letzten Phase der COPD treten vermehrt akute Atemnotanfälle, im Fachjargon Exazerbationen genannt, auf. Sie werden von den Patienten als besonders belastend und bedrohlich wahrgenommen.

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Letzte Änderung: 29.07.2015