COPD: Tipps für Betroffene

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Älteres Paar macht Dehnungsübungen für die Halsmuskulatur im Freien.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Hermann

Ist der erste Schreck über die Diagnose COPD überwunden, stellen sich viele Patienten die Frage: Was kann ich neben der regulären Therapie selbst tun? Während die Mediziner und Physiotherapeuten gegen eine Verschlechterung der Symptome arbeiten, gibt es auch für den Patienten viele Möglichkeiten im Kampf gegen die chronische obstruktive Lungenerkrankung. vigo Online hat einige nützliche Tipps zusammengestellt.

Wer seine Erkrankung selbst beeinflussen möchte, muss sich aktiv mit ihr auseinander setzten. Nur so lernt man, sein Leben mit der Krankheit zu organisieren und bleibt nicht vom Wissen und der Zeit anderer abhängig.

Tipp 1: Lernen Sie dazu

Bereits kurz nach der Diagnose wird der Patient über mögliche Behandlungsmaßnahmen und Schulungsprogramme aufgeklärt. Zusammen mit dem Arzt entscheidet er, welches Programm für ihn sinnvoll ist. In den Veranstaltungen lernen die Betroffenen, wie sie ihren Alltag mit COPD organisieren können. Neben allgemeinen Informationen zum Krankheitsbild erfahren sie wichtiges über die Wirkung und Dosierung von Medikamenten, sie lernen sich zu beobachten und bekommen nützliche Tipps zum Vorgehen bei Atemnot.

Tipp 2: Lassen Sie das Laster los

Wichtigste lebensverlängernde Maßnahme, auf die der Patient Einfluss hat, ist die Vermeidung des Schadstoffes, der die Lunge schädigt. Ist die COPD berufsbedingt, sollte man umgehend eine Versetzung beantragen. Raucher müssen sofort den Zigarettenkonsum einstellen. Es gibt eine Vielzahl an Programmen, die Betroffene bei einer Entwöhnung begleiten.

Junge Frau steht einatmend vor einer gekachelten Wand.

AOK-Curaplan COPD

Behandlungsprogramm für COPD-Patienten.

Tipp 3: Werden Sie aktiv

Auch Bewegungsgruppen haben positiven Einfluss auf die Lebensqualität. Bundesweit bieten Sportvereine und Reha-Einrichtungen Lungensport an. Dort werden durch gezielte gymnastische Übungen Muskulatur, Kondition und Belastbarkeit trainiert. Oft können Betroffene hier auch bestimmte Atemtechniken erlernen, die bei Atemnot helfen. Neben der Aktivität in der Gruppe schätzen viele Patienten den regelmäßigen Austausch mit anderen Betroffenen, zum Beispiel in Selbsthilfegruppen.

Tipp 4: Schützen Sie sich

Bei Lungenpatienten haben akute Infekte der Atemwege besonders schlimme Folgen. Zum einen sind Erkältungssymptome bei COPD-Patienten oft sehr stark ausgeprägt. Zum anderen können Infektionen akute Krankheitsschübe, sogenannte Exazerbationen, auslösen. Daher steht die regelmäßige Prophylaxe auf dem Plan, insbesondere die Influenza- und Pneumokokken-Impfung.

Tipp 5: Bleiben Sie fit

Studien zeigen, dass aktive und gut informierte Patienten ihre Kompetenz und Eigenverantwortlichkeit soweit stärken können, dass sowohl ihre Lebensqualität steigt als auch die Lebenserwartung erhöht wird.

Tipps für eine gesunde Lunge


Letzte Änderung: 29.07.2015