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Grippeschutzimpfung bei Asthma?

Frage der WocheLesezeit: 2:00 min.
Junge Frau inhaliert ein Asthma-Medikament.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Sollte ich mich als Asthmatiker gegen die Grippe impfen lassen?

Expertenbild

Der Experte zum Thema

Dr. Maik Irmisch

Facharzt für Innere Medizin
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Ständige Impfkommission (STIKO) empfehlen die Grippeschutzimpfung besonders für Menschen mit einer chronischen Erkrankung – etwa der Atmungsorgane, also Asthmatikern oder COPD-Patienten.

Der Hintergrund: Bei Asthmatikern besteht eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege. Sie können „überreagieren“ und sich anfallsartig zusammenziehen. Außerdem ist die Abwehrfunktion gestört. Asthmatiker haben daher ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Komplikationen, wenn sie sich mit dem Grippevirus infizieren.

Denn die Viren befallen Bronchien und Lungenbläschen. So kann sich zum Beispiel eine Infektion bei Betroffenen schnell zur Lungenentzündung ausweiten. Asthmatiker, die gegen die Grippe geimpft sind, haben ein geringeres Risiko für einen schweren Verlauf.

Außerdem kann eine Grippeinfektion dazu führen, dass die Notfallbehandlung bei einem akuten Asthmaanfall nicht anschlägt. Das hat eine kanadische Studie gezeigt. Die Medikamente, die Betroffenen normalerweise bei Atemnot helfen, wirken schlechter.

Trotzdem sind nach wie vor nicht alle Asthmapatienten gegen die Influenza geimpft. Der Grund hierfür liegt wahrscheinlich in der Angst vor einer Verschlimmerung des Asthmas. Gerade davor schützt aber die jährliche Grippeimpfung.

Junger Mann atmet mit geschlossenen Augen, im Hintergrund blauer Himmel.

AOK-Curaplan Asthma

Behandlungsprogramm für Asthmatiker.

Unklar ist hingegen, ob Asthmapatienten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion haben. Hierzu gibt es unterschiedliche Erkenntnisse.

Die AHA-Regeln helfen Ihnen, sich sowohl vor einer Infektion mit dem Coronavirus als auch mit dem Grippevirus zu schützen:

  • Abstand halten
  • Hygieneregeln beachten (Hände waschen, in Armbeuge husten oder niesen)
  • Alltagsmaske tragen

Übrigens: Die AOK bietet Versicherten, die an Asthma leiden, ein sogenanntes Disease-Management-Programm (DMP) an. Die Patienten werden aktiv in den Behandlungsverlauf einbezogen, Anfälle von akuter Atemnot sollen vermieden, das Voranschreiten der Erkrankung aufgehalten und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. Am DMP Asthma können nicht nur Erwachsene, sondern auch Jugendliche und Kinder ab fünf Jahren teilnehmen.


AOK-Clarimedis – kompetente Informationen am Telefon: 0800 1 265 265

Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

Sie erreichen AOK-Clarimedis rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 1 265 265.

Letzte Änderung: 17.11.2020