Atemtherapie: So helfen Atemübungen bei Stress, Asthma und COPD

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Junger Mann atmet mit geschlossenen Augen, im Hintergrund blauer Himmel.

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Die richtige Atemtherapie mindert Stress, beruhigt und macht gleichzeitig Mut. Das lernen auch Patienten mit COPD und Asthma. Übungen können helfen und dazu beitragen, dass Sie wieder richtig atmen.

Wenn Sie richtig atmen, versorgen Sie Ihren Körper mit Energie und aktivieren seine Selbstheilungskräfte. Mit einer guten Atemtherapie werden Sie ruhiger und vermindern Stress. Die Übungen sind eine sanfte, ganzheitliche Heilmethode und haben ihre Wurzeln in alten fernöstlichen Kulturen. Sie lernen, Ihre Atmung bewusst wahrzunehmen und die Atemtechnik zu verfeinern.

Körper und Seele kommen zur Ruhe

Die Atemtherapie kann bei der Behandlung von Depressionen und Ängsten helfen. Durch freies, tiefes Atmen kommen Körper und Seele zur Ruhe – und das hat auch einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Der Blutdruck sinkt und die Anpassungsfähigkeit des Herzens wird trainiert. Die richtige Atmung unter Einsatz des Zwerchfells massiert zudem die inneren Organe und fördert viele Körperfunktionen wie die Verdauung.

Wirksamkeit erwiesen

Bei zahlreichen Krankheiten wird die Atemtherapie inzwischen mit Erfolg eingesetzt, besonders bei Asthma und chronischer Bronchitis. Durch das Training weiten sich die verengten Atemwege, die Atemmuskulatur wird kräftiger, Schleim im Lungenbereich kann sich besser lösen. Sogar der Medikamentenverbrauch (vor allem von Kortison) kann durch das Atemtraining gesenkt werden.

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Hilfe bei Asthma und COPD: zwei Atemübungen

Richtiges Atmen kann bei Asthma und COPD außerdem dabei helfen, die Atemnot und die Angst bei einem Anfall zu reduzieren.

Atemübung „Kutschersitz“

Trainieren Sie dazu das Atmen im Kutschersitz: Spreizen Sie leicht die Beine, die Füße stehen auf dem Boden. Beugen Sie den Oberkörper leicht vornüber und stützen die Unterarme auf den Oberschenkeln ab. So entlasten Sie den Brustkorb vom Gewicht des Schultergürtels und können tiefer einatmen.

Atemübung „Lippenbremse“

Auch die „Lippenbremse“ hat sich bewährt: Atmen Sie normal durch die Nase ein und langsam durch den Mund aus. Pressen Sie die Lippen beim Ausatmen leicht zusammen, als würde die Luft gegen einen Widerstand strömen. So verlängert sich die Ausatmungsphase, die kleinen Bronchien bleiben durch den erhöhten Innendruck länger geöffnet und Sie atmen die verbrauchte Luft besser aus.


Letzte Änderung: 17.09.2014