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Lebenserwartung bei COPD

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Älteres Paar im Gespräch mit einem Arzt.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Hermann

Die Lebenserwartung bei COPD ist von vielen individuellen Faktoren abhängig. Dennoch können Betroffene den Verlauf ihrer Krankheit positiv beeinflussen. Wichtig: eine frühzeitige Diagnose und therapeutische Maßnahmen konsequent durchführen.

 

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Dr. Sabine Forsch

Fachärztin für Innere Medizin
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Lebenserwartung: Kann man mit COPD alt werden?

Die Lebenserwartung verringert sich bei COPD-Patienten durchschnittlich um fünf bis sieben Jahre. Die Prognose kann sich aber verbessern, wenn Betroffene konsequent ihren Lebensstil ändern und die Therapie-Empfehlungen umsetzen.

Ziel ist dabei vor allem, den fortschreitenden Verlust der Lungenkapazität aufzuhalten. Dafür wird die Leistungsfähigkeit der Lunge auch regelmäßig mit einem Lungenfunktionstest überprüft. Wichtigste lebensverlängernde Maßnahme bleibt in diesem Zusammenhang aber: sofort mit dem Rauchen aufzuhören.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Negative Faktoren kennen und vermeiden

Neben dem Rauchen gibt es weitere Faktoren, die den Verlauf von COPD verschlechtern und die Lebenserwartung negativ beeinflussen.

Exazerbationen

Exazerbationen vermindern die Lungenfunktion schlagartig. Die gefährlichen Krankheitsschübe müssen deshalb unbedingt vermieden werden. In Patientenschulungen lernen Betroffene, wie sie Exazerbationen durch Früherkennung und Prophylaxe (wie zum Beispiel Impfungen) verhindern.

Atemwegserkrankungen

Sie können den Krankheitsverlauf verschlechtern und Exazerbationen auslösen. Zudem sind COPD-Patienten anfälliger für Lungenentzündungen. Wichtig ist deshalb ein aktiver Impfschutz gegen Pneumokokken und Grippe, um Atemwegsinfekten vorzubeugen.

Begleiterkrankungen

Lebensbedrohliche Komplikationen können auch durch Begleiterkrankungen der COPD entstehen. Häufig leiden Betroffen zum Beispiel zusätzlich unter Rechtsherzschwäche. Es ist daher wichtig, sich frühzeitig mit möglichen Folgeerkrankungen auseinanderzusetzen.

Risikofaktor Coronainfektion

COPD-Patienten haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf. Denn beide Erkrankungen greifen die Lunge an. Erkrankt ein COPD-Patient an Corona, erhöht das die Gefahr, dass er schlechter Luft bekommt und künstlich beatmet werden muss. Zudem sind Betroffene anfälliger für Lungenentzündungen und Lungenversagen.

Für Menschen mit COPD ist es deshalb besonders wichtig, dass sie die AHA+L-Regeln beachten:

  • Abstand halten
  • Hygiene (regelmäßig Hände waschen, in die Armbeuge niesen und husten)
  • Maske tragen, am besten eine medizinische oder FFP2-Maske
  • regelmäßig Lüften  

Außerdem sollten Betroffene die Möglichkeit einer Corona-Schutzimpfung wahrnehmen.

 


Letzte Änderung: 05.02.2021