Die Behandlung von COPD

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Arzt gibt einem Patienten die Hand.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Georg Hermann

Wesentlicher Bestandteil der COPD-Therapie ist das Vermeiden des verursachenden Giftstoffes. In den westlichen Industrieländern ist das in erster Linie der Verzicht auf Nikotin. Auch Medikamente, körperliches Training und spezielle Atemübungen können helfen, die Krankheit aufzuhalten. In besonders fortgeschrittenen Fällen ist eine Operation oder eine Lungentransplantation notwendig. vigo Online informiert über die Behandlungsmöglichkeiten der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung.

Die geeignete Therapie hängt unter anderem vom Reizauslöser und Schweregrad der COPD ab. Es gibt folgende Möglichkeiten:

Reizstop

Der erste und wichtigste Therapieschritt ist die Ausschaltung der Stoffe, die die Lunge reizen. Für Raucher gilt hier im Klartext: Sie müssen sofort mit dem Rauchen aufhören. Bereits drei Tage nach dem Rauchen der letzten Zigarette verbessert sich die Lungenfunktion. Beruht die COPD auf anderen Reizstoffen, gilt die Vermeidung etwa von Staubexpositionen oder verschmutzter Luft.

Medikamente

Beschwerden wie Husten und Atemnot werden bei COPD zusätzlich mit Medikamenten gelindert. Am Anfang werden kurz-wirksame bronchialerweiterende Präparate empfohlen, die der Patient sporadisch einsetzen kann, wenn er Luftnot verspürt. Im späteren Stadium kommen meist langzeitlich wirksame bronchialerweiternde Sprays hinzu, die der Betroffene regelmäßig anwendet. Zusätzlich kann der Arzt Kortison verschreiben. Es wirkt entzündungshemmend und kann akute Atemnotschübe, sogenannte Exazerbationen, mildern.

Junge Frau in rotem Sporttop dehnt ein Theraband über dem Kopf.

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Physiotherapie

Eine Atemphysiotherapie ist wichtig, um trotz eingeschränkter Lungenfunktion die Belastbarkeit und Lebensqualität zu erhalten. Hier üben die Patienten beispielsweise eine Körperhaltung, die die Atmung erleichtert. Sie erfahren darüber hinaus Techniken zum wirksameren Abhusten, zur Kräftigung der Atemmuskulatur und zur richtigen Atemtechnik bei akuten Verschlechterungen. In einer Lungensportgruppe kann außerdem unter strenger ärztlicher Beobachtung die körperliche Belastbarkeit und Funktionsfähigkeit des Patienten bestmöglich gefördert werden, ohne ihn zu überlasten.

Transplantation

Für Patienten, bei denen nach Ausschöpfung der medikamentösen Behandlung die körperliche Belastbarkeit, die Lungenfunktion und die Lebensqualität stark eingeschränkt sind, besteht die Möglichkeit einer Lungentransplantation. Dabei kann, je nach Einzelfall, ein Lungenflügel (Einzellungentransplantation), beide Lungenflügel (Doppellungentransplantation) oder eine kombinierte Herzlungentransplantation durchgeführt werden.

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Letzte Änderung: 29.07.2015