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Krebs – die häufigsten Fragen

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Arzt erklärt einer Patientin Diagnose digital am Tablet.

Bildnachweis: © istockphoto.com / Nomad

Um das Thema Krebs ranken sich viele Mythen und Gerüchte. Wir beantworten die häufigsten Fragen.

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Dr. Sabine Forsch

Fachärztin für Innere Medizin
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Was ist eigentlich Krebs?

Der Begriff Krebs fasst eine Reihe von Erkrankungen zusammen, die sehr unterschiedlich verlaufen und auch sehr verschiedene Heilungschancen haben. Sie alle haben gemeinsam, dass Zellen unseres Körpers ihre normalen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen und anfangen, unkontrolliert zu wuchern.

Wie viele Menschen trifft es?

Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass in Deutschland pro Jahr etwa 260.000 Männer und knapp 235.000 Frauen neu an Krebs erkranken. Hinzu kommen knapp 230.000 Fälle von hellem Hautkrebs, der aber selten tödlich verläuft. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. (RKI-Daten 2017 – Krebs in Deutschland)

Welche sind die häufigsten Krebsarten bei Männern?

Jedes Jahr erkranken etwa 62.000 Männer neu an Prostatakrebs. Dies ist die häufigste Krebsart bei Männern, gefolgt von Lungen-, Darm-, und Harnblasenkrebs.

Welche sind die häufigsten Krebsarten bei Frauen?

Am häufigsten tritt bei Frauen Brustkrebs auf (etwa 67.000 Fälle) gefolgt von Darm-, Lungen- und Gebärmutterkörperkrebs.

Wie gut sind die Überlebenschancen?

Die Heilungs- bzw. sogenannten Fünf-Jahres-Überlebensraten sind je nach Krebsart und Ausbreitung sehr unterschiedlich: Sie variieren zwischen etwa neun Prozent bei Bauchspeicheldrüsenkrebs bis zu über 90 Prozent bei Haut- oder Hodenkrebs.

Wie viele Menschen sterben an Krebs?

In Deutschland stirbt etwa jeder vierte Mann und jede fünfte Frau an Krebs. Insgesamt sind dies ungefähr 226.000 Krebstote pro Jahr. Damit ist dieses Leiden nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache.

Welche Rolle spielt die Früherkennung?

Durch eine frühzeitige Diagnose steigen die Heilungschancen. Früherkennungsuntersuchungen gibt es beispielsweise für Darmkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Prostatakrebs.

Welche Vorsorgeuntersuchungen sollten Frauen wahrnehmen?

Frauen zwischen dem 20. und 34. Lebensjahr können einmal jährlich einen PAP-Abstrich (Zellabstrich / zytologische Untersuchung) zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs beim Frauenarzt durchführen lassen. Frauen ab 35 Jahren können alle drei Jahre eine kombinierte Untersuchung in Anspruch nehmen, die aus einem HPV-Test und einem PAP-Abstrich besteht. Bei Auffälligkeiten kann der Arzt auch kürzere Untersuchungszeiträume festlegen.

Ab dem 30. Lebensjahr kommt einmal jährlich die Brustkrebsvorsorge dazu und ab dem 50. Lebensjahr alle zwei Jahre das Mammographie-Screening. Außerdem gibt es Früherkennungsuntersuchungen für Hautkrebs (bei der AOK Rheinland/Hamburg bereits ab dem 18. Lebensjahr!) und Darmkrebs (ab 50 Jahren).

Welche Vorsorgeuntersuchungen sollten Männer wahrnehmen?

Ab dem 45. Lebensjahr sollte jeder Mann einmal jährlich zur Früherkennung Prostatakrebs gehen. Hinzu kommen die Früherkennungsuntersuchungen für Hautkrebs (bei der AOK Rheinland/Hamburg bereits ab dem 18. Lebensjahr!) und für Darmkrebs (ab dem 50. Lebensjahr).

Kann man sein persönliches Krebsrisiko senken?

Bis zu einem gewissen Maß ja. So ist laut dem Deutschen Krebsforschungsinstitut Rauchen als Ursache bei jeder dritten bis vierten Krebserkrankung beteiligt. Auch die Ernährung und die mangelnde Bewegung spielen bei der Krebsentstehung eine Rolle. Es gibt aber auch Faktoren, die sich nicht beeinflussen lassen, wie zum Beispiel eine genetische Vorbelastung.

Welche sind die größten Risikofaktoren?

Zu den häufigsten Krebs-Risikofaktoren zählen Rauchen, Alkohol, Übergewicht, ungesunde Ernährung, wenig Bewegung, zu viel Sonne, Infektionen mit Krebs auslösenden Viren, Strahlenexposition sowie genetische Faktoren.

Welche Rolle spielen Umweltgifte bei der Entstehung von Krebs?

Das Deutsche Krebsforschungszentrum schätzt den Einfluss von Schadstoffen auf die Entstehung von Krebs eher gering ein. Lediglich Menschen, die am Arbeitsplatz regelmäßig Giften ausgesetzt werden, sind gefährdet. Umweltgifte in Luft und Essen spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Zwei Frauen im Gespräch.

JaVita-Patienten-Begleitservice

Unterstützung für Krebskranke und ihre Angehörigen


Letzte Änderung: 07.06.2021