Krebs – die häufigsten Fragen

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Junge Frau mit nachdenklichem Gesichtsausdruck sitzt auf einer Wiese.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Um das Thema Krebs ranken sich viele Mythen und Gerüchte. vigo Online beantwortet die häufigsten Fragen.

Was ist eigentlich Krebs?

Der Begriff Krebs fasst eine Reihe von Erkrankungen zusammen, die sehr unterschiedlich verlaufen und auch sehr verschiedene Heilungschancen haben. Sie alle haben gemeinsam, dass Zellen unseres Körpers ihre normalen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen und anfangen zu wuchern.

Wie viele Menschen trifft es?

Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass in Deutschland pro Jahr etwa 250.000 Männer und knapp 220.000 Frauen neu an Krebs erkranken. Hinzu kommen knapp 200.000 Fälle von hellem Hautkrebs, der aber selten tödlich verläuft. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. (RKI-Daten 2012 – Krebs in Deutschland)

Welche sind die häufigsten Krebsarten bei Männern?

Jedes Jahr erkranken etwa 64.000 Männer neu an Prostatakrebs. Dies ist die häufigste Krebsart bei Männern, gefolgt von Lungen-, Darm-, und Harnblasenkrebs.

Welche sind die häufigsten Krebsarten bei Frauen?

Am häufigsten tritt bei Frauen Brustkrebs auf, gefolgt von Darm-, Lungen- und Gebärmutterkörperkrebs.

Wie gut sind die Überlebenschancen?

Die Heilungs- bzw. sogenannten Fünf-Jahres-Überlebensraten sind je nach Krebsart und Ausbreitung sehr unterschiedlich: Sie variieren zwischen etwa fünf bis acht Prozent bei Bauchspeicheldrüsenkrebs bis zu über 90 Prozent bei Haut- oder Hodenkrebs.

Wie viele Menschen sterben an Krebs?

In Deutschland stirbt etwa jeder vierte Mann und jede fünfte Frau an Krebs. Insgesamt sind dies ungefähr 210.000 Krebstote pro Jahr. Damit ist dieses Leiden nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache.

Welche Rolle spielt die Früherkennung?

Durch eine frühzeitige Diagnose steigen die Heilungschancen. Früherkennungsuntersuchungen gibt es beispielsweise für Darmkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Prostatakrebs.

Welche Vorsorgeuntersuchungen sollten Frauen wahrnehmen?

Ab dem 20. Lebensjahr sollte jede Frau einmal jährlich die Früherkennung Gebärmutterhalskrebs wahrnehmen. Ab dem 30. Lebensjahr kommt einmal jährlich die Brustkrebsvorsorge dazu und ab dem 50. Lebensjahr alle zwei Jahre eine Mammographie. Außerdem gibt es Vorsorgeuntersuchungen für Hautkrebs (bei der AOK Rheinland/Hamburg bereits ab dem 18. Lebensjahr!) und Darmkrebs (ab 50 Jahren).

Welche Vorsorgeuntersuchungen sollten Männer wahrnehmen?

Ab dem 45. Lebensjahr sollte jeder Mann einmal jährlich zur Früherkennung Prostatakrebs gehen. Hinzu kommen die Vorsorgeuntersuchungen für Hautkrebs (bei der AOK Rheinland/Hamburg bereits ab dem 18. Lebensjahr!) und für Darmkrebs (ab dem 50. Lebensjahr).

Kann man sein persönliches Krebsrisiko senken?

Bis zu einem gewissen Maß ja. So ist laut dem Deutschen Krebsforschungsinstitut Rauchen an jeder dritten bis vierten Krebserkrankung beteiligt. Auch die Ernährung und die mangelnde Bewegung spielen bei der Krebsentstehung eine Rolle. Es gibt aber auch Faktoren, die sich nicht beeinflussen lassen, wie zum Beispiel eine genetische Vorbelastung.

Welche sind die größten Risikofaktoren?

Zu den häufigsten Krebs-Risikofaktoren zählen Rauchen, Alkohol, Übergewicht, ungesunde Ernährung, wenig Bewegung, zu viel Sonne, Infektionen mit Krebs auslösenden Viren, Strahlenexposition sowie genetische Faktoren.

Welche Rolle spielen Umweltgifte bei der Entstehung von Krebs?

Das Deutsche Krebsforschungszentrum schätzt den Einfluss von Schadstoffen auf die Entstehung von Krebs eher gering ein. Lediglich Menschen, die am Arbeitsplatz regelmäßig Giften ausgesetzt werden, sind gefährdet. Umweltgifte in Luft und Essen spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Zwei Frauen im Gespräch.

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Letzte Änderung: 13.09.2017