Asthma – welche Therapien gibt es?

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nge Frau beim Arzt.

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Asthma bronchiale ist eine chronische Atemwegserkrankung, die Betroffene zum Glück meist durch Medikamente in den Griff bekommen können. Bei manchen verschwinden die Symptome dadurch sogar dauerhaft. Wichtig ist, dass Asthmatiker lernen, wie sie sich bei einem akuten Anfall verhalten müssen und welche Maßnahmen dauerhaft erforderlich sind. In Schulungen erfahren sie alles über den Umgang mit der Krankheit.

Heilbar ist Asthma bronchiale nicht. Doch es gibt Medikamente, mit denen sich die Krankheit kontrollieren lässt. Damit der Patient die richtigen Medikamente erhält, muss der Arzt allerdings zunächst Form und Schweregrad der Erkrankung feststellen. Bei allergischem Asthma gilt es, die Substanzen (Allergene) herauszufinden, die die überempfindliche Bronchialschleimhaut des Patienten reizen. Diese sollte der Betroffene dann so gut es geht meiden. Aber auch eine Hyposensibllisierung, wie sie etwa bei Pollenallergie praktiziert wird, kann helfen, das Immunsystem gegen Allergene zu stärken.

Junger Mann atmet mit geschlossenen Augen, im Hintergrund blauer Himmel.

AOK-Curaplan Asthma

Behandlungsprogramm für Asthmatiker.

Therapien und Maßnahmen

Zur Asthmatherapie werden vor allem Inhalate eingesetzt, damit die Wirkstoffe direkt dorthin gelangen, wo sie wirken sollen: in die Bronchien. Aber auch die Gabe von Tabletten ist möglich. Die Medikamente wirken entzündungshemmend und bronchienerweiternd. Sie werden regelmäßig eingenommen und der Patient sollte sie im Falle eines Anfalls stets griffbereit haben. Die Wirkstoffe sind unter anderem Kortikosteroide (Kortison) und Betamimetika.

In Schulungen lernen Asthma-Patienten außerdem die für sie richtige Atemtechnik und den Umgang mit dem Peak-Flow-Meter. Das ist ein Gerät, mit dem sie zu Hause ihr Atemvolumen überprüfen können. Die Ergebnisse ihrer Messungen halten sie in einem Tagebuch fest. Wird ein gewisser Werte unterschritten, weiß der Patient, dass er sich sofort in Behandlung begeben muss. Anhand der Aufzeichnungen kann ein Arzt außerdem den Krankheitsverlauf verfolgen und gegebenenfalls die Medikation anpassen.

Asthma ist aber auch mental ein große Belastung für die Patienten. Atemnot und die Angst vor einem neuen Anfall belasten sie sehr. Ergänzend zu medizinischen Maßnahmen können hier Methoden wie Yoga oder Autogenes Training zur Entspannung beitragen. Generell ist regelmäßiger Sport für Asthmatiker erlaubt und wird sogar empfohlen. Je nach persönlicher Belastung ist darüber hinaus eine Psychotherapie sinnvoll. Rauchen ist generell schädlich und Asthma ein Grund mehr, es aufzugeben.

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Letzte Änderung: 07.07.2016