Pilates – was erwartet Sie?

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Mann auf einer Gymnastikmatte macht Pilatesübungen.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Erfunden wurde Pilates während des ersten Weltkrieges von dem in Mönchengladbach geborenen Joseph Hubert Pilates. Er nannte seine Methode zunächst „Contrology“. Da es bei Pilates darum geht, die Muskeln mit Hilfe des Geistes zu kontrollieren.

Wer jedoch denkt, es handele sich bei Pilates um eine sanfte Wellnessgymnastik, der irrt, stellt Verena Geweniger vom Deutschen Pilates-Verband richtig: „Pilates ist teilweise sogar sehr anstrengend, soll aber immer locker und leicht aussehen.“

Zwei Menschen beim Nordic Walking auf einem Schotterweg, Ausschnitt Füße mit Wanderschuhen.

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Für eine starke Körpermitte: das Powerhouse

Das sogenannte Powerhouse, also das Körperzentrum, bildet den Mittelpunkt des Trainings. Durch eine spezielle Atmung wird es aktiviert und so werden das Zwerchfell, die tiefe Bauch- und Rückenmuskulatur sowie der Beckenboden trainiert. Das gestärkte Körperzentrum sorgt für eine gesunde Haltung und beugt Muskelverspannungen sowie Rückenbeschwerden vor.

Bei Pilates werden nie einzelne Muskeln, sondern immer ganze Muskelketten angesprochen – vor allem die tief liegenden, kleinen, aber meist schwächeren Muskelgruppen, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen. Die Atmung spielt bei Pilates ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie soll Verspannungen entgegenwirken und die Kontrolle über den Körper optimieren.

Die richtige Technik erlernen

Um die richtige Pilates-Technik zu erlernen, wird Anfängern geraten, zunächst mit einer Einzelstunde zu beginnen. „Je nach Vorerfahrung und körperlicher Konstitution ist aber auch direkt der Einstieg ins Gruppentraining möglich“, sagt Verena Geweniger. Neben dem Training unter Anleitung sollte aber auch regelmäßig zu Hause geübt werden. Eine Viertelstunde täglich ist perfekt, sagt die Pilates-Trainerin.

Das Pilates-Training kann auf einer Matte und an speziell entwickelten Geräten stattfinden. Wichtig ist, dass die Bewegungsabfolge (ein Wechsel zwischen Kräftigung und Dehnung der Muskulatur) langsam und fließend durchgeführt wird. Es gibt keine längeren Unterbrechungen und keine abrupten isolierten Bewegungen. Wichtig ist ebenfalls, die Übungen so exakt und präzise wie möglich auszuführen. Dabei benötigt der Trainierende vor allem Körpergefühl, das sich aber gut üben lässt, macht die Expertin Mut.


Letzte Änderung: 12.03.2014