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Häufiger Juckreiz – was kann der Grund sein?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Frau kratzt sich am Unterarm

Bildnachweis: © istockphoto.com / triocean

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Häufiger Juckreiz – was kann der Grund sein?

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Deniz Moday

Fachärztin für Dermatologie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Juckreiz ist keine eigenständige Erkrankung. Vielmehr kann juckende Haut ein Symptom sein, was als Begleiterscheinung von unterschiedlichen Krankheiten oder als Reaktion auf Stress oder andere äußere Einflüsse auftreten kann.

Was löst Juckreiz aus?

  • chronische Hautkrankheiten, zum Beispiel Neurodermitis, Schuppenflechte oder Nesselsucht
  • Infektionskrankheiten, zum Beispiel Windpocken oder Ringelröteln
  • Stoffwechselleiden, zum Beispiel Diabetes, Nierenerkrankungen, Leberstörungen oder Schilddrüsenerkrankungen
  • hämatologische Erkrankungen (Krankheiten, die das Blut betreffen), zum Beispiel Eisenmangel
  • Insektenstiche oder -bisse (neben Stechmücken zum Beispiel Flöhe, Läuse oder Krätze)
  • Kontaktallergien – etwa auf Nickel in Modeschmuck oder auf Zusatzstoffe in Waschmitteln oder Kosmetikprodukten
  • seelische Belastungen, Stress
  • Nebenwirkung von Medikamenten
  • mechanische Reizung, etwa durch ein kratziges Kleidungsstück

Zu trockene Haut juckt

In anderen Fällen wiederum ist die Haut schlicht zu trocken. Das äußert sich dann durch einen unangenehmen Juckreiz. So trocknet zum Beispiel häufiges Händewaschen die Haut an den Händen aus. Hier hilft regelmäßiges Eincremen. In der Regel lässt der Juckreiz nach ausreichender Feuchtigkeitspflege wieder nach.

Kleines Mädchen schläft mit dem Kopf auf einem Teddybär.

Kleine Neurodermitiker

Hilfe für Kinder und ihre Familien.

Chronischer Juckreiz

Neben gelegentlich auftretendem Juckreiz gibt es auch Juckreiz, der chronisch werden kann. Wissenschaftler der Universitätsklinik Heidelberg fanden heraus, dass chronischer Juckreiz in der Bevölkerung häufiger vorkommt als vermutet. Juckreiz gilt als chronisch, wenn er mindestens sechs Wochen lang anhält. Laut Studienlage ist jeder fünfte Deutsche mindestens einmal im Leben davon betroffen.

Sollte Ihr Juckreiz längere Zeit anhalten und trotz Hautpflege nicht nachlassen, suchen Sie zur Diagnostik und Therapie einen Arzt auf. Auch eine Juckreiz-Sprechstunde (Pruritus-Sprechstunde) kann bei der Suche nach der Ursache helfen.

Was hilft gegen juckende Haut?

Je nach Ursache für den Juckreiz gibt es unterschiedliche Mittel zur Abhilfe. Bei Insektenstichen helfen verschiedene Hausmittel, bei entzündeten Stichen oder Neurodermitis kommen unter anderem auch kortisonhaltige Cremes zum Einsatz. Ist eine Allergie der Auslöser, sollten Betroffene den entsprechenden Stoff meiden. Bei Stress und seelischen Belastungen können Entspannungstechniken helfen. Ist zu trockene Haut die Ursache, dann bessert sich das Jucken durch eine feuchtigkeitshaltige Creme.


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Letzte Änderung: 14.03.2022