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Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen hat eine Stechmücke oder eine Wespe Sie erwischt? Wir haben Tipps, was gegen den Juckreiz hilft und wann Sie zum Arzt gehen sollten.
Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie, Master of Public Health
ServiceCenter AOK-Clarimedis
Unser Körper wehrt sich gegen die fremden Substanzen, die die Insekten mit ihrem Speichel nach einem Stich oder Biss in unserer Haut hinterlassen haben. Eine Mücke sondert beispielsweise ein eiweißhaltiges Sekret ab, das dafür sorgt, dass unser Blut nicht sofort gerinnt und die Mücke unser Blut aufsaugen kann. Das Sekret der Mücke führt im Körper zur Ausschüttung von Histamin, eine Entzündung entsteht. Bei einer Entzündung entsteht ein Juckreiz, der durch das Histamin ausgelöst wird.
Kratzen Sie möglichst nicht an einem Insektenstich! Das verschlimmert den Juckreiz und kann dazu führen, dass der Stich sich abkapselt. Dabei entsteht ein kleiner Knoten auf der Haut, das sogenannte Histiozytom. Es bleibt dauerhaft bestehen. Durch das Kratzen können außerdem Keime in die Wunde gelangen. Sie können Infektionen auslösen – schlimmstenfalls eine gefährliche Blutvergiftung (Sepsis).
So genannte Stichheiler können den Juckreiz lindern. Diese speziellen Hitze-Stifte sorgen mit Temperaturen von rund 50 Grad dafür, dass die Eiweiße aus dem Mückenspeichel, die den Juckreiz verursachen, zerstört werden. Am besten setzen Sie den Stift direkt nach dem Stich an, wenn noch keine Entzündungsreaktion ausgelöst wurde.
Legen Sie kalte Kompressen (aus dem Kühlschrank) oder Eiswürfel auf den Stich. Die Verdunstungskälte lindert den Juckreiz. Der Stich schwillt ab. Wichtig: Wickeln Sie die Kompresse oder Eiswürfel vorher in ein Tuch ein. So erfriert die Haut nicht.
Wenn sich die Entzündungsreaktion schon verselbstständigt hat, helfen kühlende Gele mit einem Antihistaminikum oder eine Corticoid-haltige Creme gegen die Entzündung. Für unterwegs gibt es sie als Roll-ons. Hat sich der Stich entzündet oder ist stark geschwollen, kann ein kortisonhaltiges Mittel helfen.
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Medizinische Informationen am Telefon unter 0800 1 265 265.
Besonders gegen Bienen- und Wespenstiche reagieren einige Menschen stark allergisch mit Juckreiz, Nesselsucht, Ödemen, Atem- oder Kreislaufproblemen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock. Das ist lebensbedrohlich. Dann gilt: Rufen Sie den Notarzt.
Wenn Sie wissen, dass Sie allergisch auf Insektenstiche reagieren, sorgen Sie vor. Die ärztliche Praxis sollte Ihnen ein Notfallset verschreiben. Das Set enthält das Mittel Adrenalin, welches im Notfall den Kreislauf stabilisiert.
Übrigens: Bei einer Allergie ist eine Hyposensibilisierung sinnvoll.
Ist der Stich sehr stark angeschwollen und schmerzt? Befindet er sich an empfindlichen Körperstellen, zum Beispiel am Augenlid oder im Mund? Trifft eines davon zu, sollten Sie den Stich ihrem Hausarzt. Ebenso, wenn Sie allergisch auf Insektenstiche reagieren.
Tipp: Mücken und andere Insekten können insbesondere im Ausland manchmal Krankheiten übertragen. Informieren Sie sich als AOK-Versicherter am besten schon vor Ihrer Reise kostenfrei bei den Fachärzten und medizinischen Experten von AOK-Clarimedis unter 0800 1 265 265 (deutschlandweit). Dann können Sie gleichzeitig sinnvolle Medikamente für ihre Reiseapotheke erfragen.
Letzte Änderung: 29.07.2025
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