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Kinderkrankheit Ringelröteln

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Kinderkrankheit Ringelröteln

Bildnachweis: © stock.adobe.com / Evgen

Ringelröteln sind eine typische Kinderkrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. Oft bleibt die Erkrankung unerkannt. Die betroffenen Kinder klagen über Kopfweh, Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit, zunächst haben sie auch Fieber. Später kommt es nach einem symptomfreien Intervall zu einer Rötung der Wangen und einem ringelförmigen Ausschlag an den Extremitäten. Dies aber nur in circa jedem vierten Fall.

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Die Expertin zum Thema

Dr. Christiane Molitor-Mintert

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Ansteckung

Das Virus für die Ringelröteln verbreitet sich über Tröpfchen, die zum Beispiel beim Husten oder Niesen verteilt werden. Auch durch Händeschütteln und über Viren auf der Türklinke oder auf dem Spielzeug kann sich Ihr Kind anstecken. Die Krankheit bricht etwa vier bis 14 Tage, maximal drei Wochen später aus. Hat Ihr Kind die Krankheit einmal überstanden, kann es sich nicht erneut anstecken.

Symptome

Vielleicht bemerken Sie gar nicht, dass Ihr Kind die Ringelröteln hat. In drei von vier Fällen bleibt diese Kinderkrankheit nämlich ohne den typischen Ausschlag. Die übrigen vorher auftretenden Symptome können ähnlich wie bei einer Grippe verlaufen, nämlich in Form von Muskel- oder Gelenkschmerzen plus Fieber. Blutarmut (Anämie) ist als Komplikation ebenfalls möglich.

Eventuell bekommt der kleine Patient einen roten Ausschlag im Gesicht, der er auch Ohrfeigengesicht genannt wird. Der Ausschlag kann sich dann auf die Arme, Beine und den Po ausbreiten und erscheint später ringel- und girlandenförmig. Es ist möglich, dass dieser Ausschlag juckt. Er verblasst nach einigen Tagen, kann aber nach einer bis sieben Wochen wieder auftreten.

Das Virus befällt auch das Knochenmark und damit die roten Blutkörperchen, sodass Ihr Kind eventuell unter Blutarmut leidet und blass und müde ist. Es kann sein, dass sich der Pulsschlag erhöht, weil das Herz stärker pumpt. So stellt der Körper sicher, dass die Zellen genügend Sauerstoff erhalten.

Familie liegt auf dem Teppich

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Behandlung

Es gibt kein Medikament gegen die Ringelröteln, normalerweise bekämpft der Körper die Erkrankung selbst. Dennoch sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen, wenn sich Symptome bemerkbar machen, um die Diagnose zu sichern. Er kann Ihnen Tipps geben, wie Sie die mögliche Beschwerden Ihres Kindes lindern können.

Vorbeugung

Es ist sehr schwer, sich vor Ringelröteln zu schützen, da die Ansteckungsgefahr am größten ist, bevor die ersten charakteristischen Krankheitszeichen auftreten. Gegen Ringelröteln gibt es – anders als bei Röteln – keinen Impfstoff. Ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich daher leicht anstecken, wenn sie die Infektion noch nicht durchlebt haben. Da Ringelröteln über Speichel oder Tröpfchen in der Luft und über Hände übertragen werden, können nur allgemeine Hygienemaßnahmen das Ansteckungsrisiko senken.

Achten Sie besonders auf eine sorgsame Hygiene, wenn Sie schwanger sind und die Ringelröteln noch nicht durchgemacht haben. Meist werden die Viren von der achten bis einschließlich 20. Schwangerschaftswoche auf das ungeborene Kind übertragen. Das kann zu lebensgefährlichen Komplikationen führen. Meiden Sie also den Kontakt mit Menschen, die sich mit Ringelröteln angesteckt haben könnten. Normale Desinfektionsmittel bieten beim Kontakt keine Wirksamkeit. Hier bieten sich Einmalhandschuhe an.


Letzte Änderung: 14.02.2024