Migräne – Behandlung und Tipps

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Mann macht Entspannungsübungen in der Natur.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Migräne und ihre Begleitsymptome werden hauptsächlich mit Medikamenten behandelt. Vorbeugend ist es wichtig, seine Migräneauslöser, die sogenannten Trigger, zu kennen und zu vermeiden.

Die Wirkstoffe, die gegen den Migräne eingesetzt werden, sind vielen auch als Substanzen gegen gewöhnliche Kopfschmerzen bekannt: Ibuprofen, Paracetamol und Acetylsalicylsäure (ASS). Meistens werden sie in Form von Tabletten eingenommen. Reichen diese Medikamente im Kampf gegen die Migräne nicht mehr aus, kommen die sogenannten Triptane zum Einsatz. Triptane wurden speziell gegen die Behandlung von Migräne entwickelt und sorgen dafür, dass sich die erweiterten Gefäße im Gehirn wieder verengen und weniger Entzündungsbotenstoffe ausgeschüttet werden. Migränepatienten sollten sich auf jeden Fall von ihrem Arzt hinsichtlich des für sie geeigneten Wirkstoffs und der Dosis beraten lassen. Zusätzlich brauchen sie eventuell Mittel gegen Übelkeit (Antiemetika).

Junge Frau mit Wollpullover am Meer.

Stress im Griff

Lernen Sie, Ihren Stress zu verringern.

Als Hausmittel können auch kaltfeuchte Tücher, die man auf Stirn und in den Nacken legt, wirken. Ebenso Pfefferminzöl, das auf die Schläfen aufgetragen wird und ein Kältegefühl verursacht. Auch Gewürznelken und Nelkenöl wird eine schmerzmindernde Wirkung nachgesagt. Die Erfahrung, dass Dunkelheit, Ruhe und Kühle Linderung verschaffen, haben schon viele Migräne-Kranke gemacht.

Migräneanfälle zu vermeiden, ist sicher nicht immer möglich, doch mit folgenden Maßnahmen lässt sich ihre Häufigkeit reduzieren.

  • Regelmäßigkeit: Regelmäßige ausreichende Mahlzeiten sowie genügend und nach Möglichkeit regelmäßiger Schlaf in der Nacht sind Migränepatienten zu empfehlen. Unregelmäßigkeiten können Migräne auslösen.
  • Ausdauersport: Sportarten wie Laufen oder Schwimmen sollen Migräneattacken vorbeugen.
  • Entspannung lernen: Entspannungstechniken wie z.B. autogenes Training und progressive Muskelentspannung helfen, besser mit Stress umzugehen. Da Stress Migräne auslösen kann, können Entspannungsmethoden den Anfällen vorbeugen.
  • Kopfschmerz-Kalender: Um sicher zu sein, welche Trigger bei Ihnen einen Migräneanfall hervorrufen, sollten Sie genau beobachten, was Sie im Vorfeld eines Anfalls gegessen, getrunken oder getan haben.
    Dabei hilft ein Kopfschmerz- oder Migräne-Kalender.

Tipp: Tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus!
Zur MigräneLiga Deutschland gehören zahlreiche Selbsthilfegruppen.
www.migraeneliga.de

Letzte Änderung: 08.02.2017