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Hautausschlag: Ursachen und Symptome

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Junge Frau mit einer allergischen Reaktion betrachtet Gesicht und Hals im Spiegel.

Bildnachweis: © istockphoto.com / AzmanL

Punkte, Flecken, Blasen oder Quaddeln: Ein Hautausschlag juckt und ist unangenehm, manchmal sogar schmerzhaft. Die meisten Hautausschläge können Sie jedoch gut behandeln.

Für einen Ausschlag kann es verschiedene Ursachen geben. Beachten Sie, wann und wo der Ausschlag auftritt und ob andere Symptome wie Fieber, Übelkeit, Schwitzen, Schwellungen, Atembeschwerden, Husten oder Lymphknotenschwellungen hinzukommen. Besonders bei Kindern zeichnet sich dann höchstwahrscheinlich eine Kinderkrankheit ab. Warten Sie dann nicht zu lange mit dem Arztbesuch.

Ein Ausschlag kann in allen Bereichen des Körpers auftreten – an den Armen, Beinen, auf dem Rücken oder der Brust, aber auch im Gesicht und im Intimbereich. Dann besteht auch das Risiko, dass der Ausschlag auf die Schleimhäute übergreift.

Die häufigsten Auslöser für einen Ausschlag

  • Sonnenlicht
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Faden-, Hefe- sowie Schimmelpilze
  • Unverträglichkeiten
  • Hormonumstellung

Je nachdem, wie ein Ausschlag aussieht, liefert das erste Hinweise auf seine Ursache.

Sonnenallergie (Polymorphe Lichtdermatose)

Nach der „Winterpause“ reagiert unsere Haut überempfindlich auf UV-A-Strahlen. Besonders in Verbindung mit Sonnenschutzcremes oder Parfums kann dann eine Sonnenallergie auftreten. Es kommt zu starkem Juckreiz, Hautrötungen, Knötchen oder Bläschen im Nacken, am Dekolleté, auf den Schultern oder den Armen. Aber keine Sorge: Bei der Polymorphen Lichtdermatose klingen die Symptome schon nach wenigen Tagen wieder ab, wenn Sie das direkte Sonnenlicht meiden. Damit es erst gar nicht zu einer Reaktion kommt, können Sie sich mit speziellen Sonnenschutzprodukten und Kleidung vor der Sonnenstrahlung schützen.

Hitzepickel

Juckende, knötchenförmige Hitzepickel können entweder hautfarben oder gerötet sein. In beiden Fällen füllen sie sich mit Flüssigkeit und treten vor allem am Dekolleté oder in den Achselhöhlen auf. Ursache hierfür ist allerdings nicht allein die Sommerhitze, sondern vor allem eine vermehrte Schweißproduktion, zum Beispiel durch Sport. Wenn Sie jetzt kratzen, erhöht sich das Risiko für eine Entzündung. Tragen Sie besser ein juckreizstillendes Gel auf. Auch atmungsaktive Kleidung hilft Ihnen.

Eine Frau hält ein Handy in der Hand.

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Hautpilz

Gerötete Haut, schuppende Stellen, Jucken und Brennen – das sind die Symptome einer ansteckenden Hautpilzinfektion. Sie wird entweder durch Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen oder über Gegenstände, auf denen sich Hautschuppen mit den Erregern befinden. Die Ansteckungsgefahr ist in Schwimmbädern oder Duschen groß. Besonders häufig sind Fußpilz und der Nagelpilz, es kann aber auch die Hände oder den behaarten Kopf treffen. Behandelt wird eine Hautpilzinfektionen mit Antimykotika. Das sind nicht verschreibungspflichtigen Salben, Cremes oder Pulver, die das Wachstum des Pilzes hemmen und ihn ausmerzen. Ihr Hautarzt wird Ihnen ein für Ihre Situation geeignetes Antimykotikum empfehlen. Damit es erst gar nicht dazu kommt, können Sie im Schwimmbad Badeschuhe tragen. Wichtig ist, dass Sie Feuchtigkeit vermeiden, indem Sie zum Beispiel Ihre Haut immer gut abtrocknen, auch zwischen den Zehen. Socken und Strümpfe aus synthetischen Materialien sowie enge Schuhe können dagegen das Risiko für eine Hautpilzinfektion erhöhen.

Allergie

Für eine allergische Reaktion auf der Haut gibt es Auslöser wie ein Wasch- oder Hautpflegemittel. Auch Arzneimittel können mitunter der Grund für eine allergische Reaktion sein. Sie verursachen zum Beispiel juckende Flecken, Knötchen oder mit Flüssigkeit gefüllte Blasen. Ihr Hautarzt findet durch Allergietestungen den jeweiligen Allergieauslöser heraus. Sobald Sie wissen, worauf Sie allergisch reagieren, können Sie den Auslöser meiden.

Nesselsucht

Wenn sich Quaddeln bilden, die stark jucken können, handelt es sich um eine heftigere Reaktion. Ihren Namen hat die Nesselsucht übrigens, weil der Ausschlag wie nach einer Berührung mit Brennnesseln aussieht. Verschiedene Ursachen wie Kälte, Wärme, Druck oder Stress können die Reaktion auslösen. Die Nesselsucht ist nicht ansteckend. Der Arzt versucht, die Ursache herauszufinden und behandelt die Symptome.

Pickel

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankung. Zu einer Akne kommt es, weil die Haut im Gesicht, am Dekolleté oder Rücken zu viel Talg produziert und Entzündungen entstehen. Häufig ist eine Hormonumstellung der Grund, deshalb sind so viele Jugendliche in der Pubertät davon betroffen. Es gibt aber auch die Spätakne, die nach der Pubertät auftritt. Der Hautarzt kann besonders schwere Fälle behandeln und gibt auch Tipps zur Reinigung der betroffenen Hautpartien.

Kinderkrankheiten

Hautrötungen treten auch oft bei den klassischen Kinderkrankheiten wie den Masern, Röteln und den Windpocken oder bei einer Infektion mit Scharlach auf. Entwickelt Ihr Kind dazu Fieber, andere Symptome oder fühlt sich allgemein schlecht, ist es am besten, wenn Sie so schnell wie möglich einen Kinderarzt aufsuchen.

Checkliste: Infos für den Arzt

Wenn Sie nicht wissen, was Ihren Ausschlag ausgelöst hat oder wenn Ihr Kind betroffen ist, ist ein Arztbesuch ratsam. Es ist hilfreich, wenn Sie sich mit den Antworten auf folgende Fragen auf den Termin vorbereiten:

  • Dauer: Wann und wo ist der Hautausschlag aufgetreten?
  • Verlauf: Hat sich das Ekzem verändert? Klingen die Symptome ab oder ist der Ausschlag wiederkehrend?
  • Begleiterscheinungen: Juckt, brennt oder schmerzt der Ausschlag? Treten Fieber, Übelkeit oder Atemnot auf?
  • Genetische Veranlagung: Haben Familienmitglieder Allergien?
  • Bemerkungen: Haben Sie Ihre Ernährung umgestellt? Nehmen Sie Medikamente ein?

Letzte Änderung: 12.02.2020