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Der tägliche Rhythmus

ArtikelLesezeit: 1:00 min.
Frau steht am offenen Fenster und genießt die Sonne.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Jeder Mensch hat seine eigene innere Uhr. Die muss täglich neu gestellt werden, damit man aktiv den Tag erleben und nachts richtig durchschlafen kann. Auch wenn der Rhythmus um einige Stunden verschoben ist – die Abfolge der Körpervorgänge bleibt unverändert.

Je nach Tageszeit werden von der inneren Uhr chemische Vorgänge im Körper aktiviert oder deaktiviert. Jede Zelle ist auf diesen Rhythmus geeicht, jedes Organ folgt dem persönlichen Takt.

Der richtige Zeitpunkt

Viele kennen das Phänomen, dass Alkohol zur Mittagszeit müde macht, während abends etwas Wein eher anregend wirkt. Alkohol wird am Abend generell besser vertragen, zu viel kann aber Schlafstörungen verursachen. Das ist eines von vielen Beispielen dafür, dass der Körper je nach Tageszeit unterschiedlich tickt.

Die innere Uhr an die Zeit anpassen

Die innere Uhr läuft nicht immer synchron mit der realen Zeit. Sie kann schneller oder langsamer ticken – und in vielen Fällen dauert ein „innerer Tag“ keine 24 Stunden, sondern ist kürzer oder länger. Darum muss die innere Uhr täglich neu an die äußere Zeit angepasst werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Sonnenlicht.

Darum ist Licht so wichtig für die innere Uhr

Hinter dem Nasenrücken, über der Sehnervenkreuzung, sitzt der Taktgeber der inneren Uhr. Er erhält seine Informationen über das Licht. Dieser Mechanismus funktioniert übrigens nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Pflanzen und Tieren.

Die inneren biologischen Zeitprogramme werden durch das Licht mit der äußeren Uhr synchronisiert. Der Körper erhält praktisch über das Auge Informationen darüber, wie spät es an diesem Ort auf der Erde ist.

Zu wenig Licht ist schlecht für den Biorhythmus

Wer den Tag zu Hause verbringt, eventuell vor dem Fernseher, bekommt einfach zu wenig Licht ab. Das TV-Gerät leuchtet gerade mal mit 10 Lux. Selbst an einem Regentag sind es draußen 10.000 Lux. Die reichen aus, um die innere Uhr anzupassen.

Eine schwache innere Uhr führt zu Schlaf- und Aktivitätsproblemen. Neben Energielosigkeit und Verstimmungen können aber auch Depressionen entstehen. Wenn der Körper nicht genügend Informationen über die Zeit der Außenwelt erhält, läuft die innere Uhr frei und im Extremfall sind die Schlafphasen gar nicht mehr mit dem 24-Stunden-Tag synchron. Solche verschobenen Schlaf- und Wachzeiten machen es schwer, Freunde zu treffen und gemeinsam etwas zu unternehmen.

Frau joggt über eine Wiese mit hohem braunem Gras.

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3 Tipps, wie Sie Ihre innere Uhr wieder richtig stellen:

  1. Suchen Sie feste Strukturen im Alltag. Stehen Sie täglich etwa zur gleichen Zeit auf und essen Sie immer zum selben Zeitpunkt.
  2. Gehen Sie viel nach draußen. Am besten bereits auf dem Weg zur Arbeit und zurück. So tanken Sie so viel Licht wie möglich.
  3. Treffen Sie sich häufig mit Freunden und Bekannten. Denn der Austausch mit anderen kann ebenfalls Taktgeber sein.

Schluss mit der Frühjahrsmüdigkeit!


Letzte Änderung: 22.09.2021