Zeitumstellung: Das große Gähnen

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Frühjahrsmüde und dann noch die Umstellung auf die Sommerzeit – da wird dem Körper einiges zugemutet. Doch während einige davon gar nichts merken, werden andere überhaupt nicht richtig wach.

Es ist jedes Jahr das Gleiche: Im Frühjahr stellt sich der Körper von Winter- auf Sommerbetrieb um: Die Körpertemperatur steigt, die Blutgefäße weiten sich und der Blutdruck sinkt. Der Körper schüttet verstärkt die Hormone Endorphin, Testosteron und Östrogen aus. Gleichzeitig produziert er aber noch letzte Reste des „Winterhormons“ Melatonin. Vielen Menschen macht diese Umstellung mit dem Auf und Ab der Hormone zu schaffen. Sie fühlen sich schlapp, gereizt, lustlos und können sich auf nichts konzentrieren. Sie sind frühjahrsmüde.

Und als ob das nicht genug wäre, wurde in der Nacht vom 26. auf den 27. März auch noch die Uhr umgestellt. Sommerzeit heißt es, wenn man eine Stunde früher aus dem Schlaf gerissen wird. Jetzt gerät die innere Uhr durcheinander – bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Im Prinzip entsteht ein Mini-Jetlag. Für den Körper klingelt der Wecker eine Stunde zu früh, Puls und Blutdruck stecken noch im Dunkel-Rhythmus. Die Folge: Wir sind müde, unkonzentriert, bekommen im schlimmsten Fall sogar Schlafstörungen und leiden unter Appetitlosigkeit.

 

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Unausgeschlafen nach der Zeitumstellung – das ist nachweislich kein Pappenstil. Die Statistik zeigt, dass am Tag danach sechs bis acht Prozent mehr Unfälle passieren als an anderen Montagen. Auch Kinder sind betroffen. Studien belegen, dass bereits eine Stunde weniger Schlaf die Leistung in der Schule um 30 bis 40 Prozent reduziert. Abends dagegen fühlen wir uns fit und können nicht einschlafen. Denn die innere Uhr weiß genau: Es ist eine Stunde zu früh!

Schluss mit der Frühjahrsmüdigkeit!


Letzte Änderung: 28.03.2016