Biorhythmus: Das Licht gibt den Takt an

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Foto: Frau steht an offenem Fenster

Jeder Mensch hat seine eigene innere Uhr. Die muss täglich neu gestellt werden, damit man aktiv den Tag erleben und nachts richtig durchschlafen kann.

Die innere Uhr läuft nicht immer synchron mit der realen Zeit. Sie kann schneller oder langsamer ticken – und in vielen Fällen dauert ein „innerer Tag“ keine 24 Stunden, sondern ist kürzer oder länger. Darum muss die innere Uhr täglich neu an die äußere Zeit angepasst werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Sonnenlicht.

Hinter dem Nasenrücken, über der Sehnervenkreuzung, sitzt der Taktgeber der inneren Uhr. Er erhält seine Informationen über das Licht. Dieser Mechanismus funktioniert übrigens nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Pflanzen und Tieren. Die inneren biologischen Zeitprogramme werden durch das Licht mit der äußeren Uhr synchronisiert. Der Körper erhält praktisch über das Auge Informationen darüber, wie spät es an diesem Ort auf der Erde ist.

Wer den Tag zu Hause verbringt, eventuell vor dem Fernseher, bekommt einfach zu wenig Licht ab. Das TV-Gerät leuchtet gerade mal mit 10 Lux. Selbst an einem Regentag sind es draußen 10.000 Lux, und die reichen aus, um die innere Uhr anzupassen.

Eine schwache innere Uhr führt zu Schlaf- und Aktivitätsproblemen. Neben Energielosigkeit und Verstimmungen können aber auch Depressionen entstehen. Wenn der Körper nicht genügend Informationen über die Zeit der Außenwelt erhält, läuft die innere Uhr frei und im Extremfall sind die Schlafphasen gar nicht mehr mit dem 24-Stunden-Tag synchron.

Solche verschobenen Schlaf- und Wachzeiten machen es schwer, Freunde zu treffen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Dagegen hilft nur, im Alltag feste Strukturen zu suchen, täglich etwa zur gleichen Zeit aufzustehen und zu essen. Außerdem ist es wichtig, viel nach draußen zu gehen und bereits auf dem Weg zur Arbeit und zurück so viel Licht zu tanken, wie möglich. Ebenfalls wichtig: Treffen sie sich häufig mit Freunden und Bekannten. Denn der Austausch mit anderen kann ebenfalls Taktgeber sein.

Schluss mit der Frühjahrsmüdigkeit!


Letzte Änderung: 18.11.2013