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Wenn der Blutdruck zu niedrig ist

ArtikelLesezeit: 3:00 min.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Ein niedriger Blutdruck gilt nicht als Krankheit, sondern als gesund. Trotzdem fühlen sich Menschen mit einer Hypotonie oft schlapp und frieren schnell. Lesen Sie, was dagegen hilft.

Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) wird gern als Glücksfall dargestellt. Dem können sich Betroffene nicht anschließen, die Mühe haben, morgens schnell fit zu werden oder häufig mit Schwindel kämpfen. Oftmals können Sie den Beschwerden mit einfachen Mitteln gegensteuern. In einigen Fällen sollte jedoch der Arzt klären, ob eine Krankheit dahintersteckt.

Welche Blutdruckwerte gelten als niedrig?

Mediziner betrachten Blutdruckwerte von 120 zu 80 mmHg (Millimeter Quecksilber) als normal, Werte von 100 zu 60 mmHg und darunter gelten als niedrig. Wenn Sie Ihre Werte ermitteln möchten, folgen Sie einfach unserer Anleitung und messen Sie Ihren Blutdruck selbst.

Sie haben einen niedrigen Blutdruck und fühlen sich wohl damit? Glückwunsch! Die geringere Gefäßbelastung ist nämlich ein Pluspunkt für die Gesundheit.

Vielen Menschen, die unter einer Hypotonie leiden, wird es jedoch häufig schwindelig, wenn sie schnell aufstehen, weil sich die Blutverteilung verzögert. Im Alltag fühlen sie sich oft müde und sind unkonzentriert. Außerdem leiden sie aufgrund des niedrigen Blutdrucks unter kalten Händen und Füßen.

Zwei Menschen beim Nordic Walking auf einem Schotterweg, Ausschnitt Füße mit Wanderschuhen.

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Kommen Sie in Bewegung!

Den Kreislauf antreiben

Wenn Sie unter einer Hypotonie leiden und sich mit Ihren niedrigen Blutdruckwerten schlapp und antriebslos fühlen, sollten Sie mehr Bewegung in Ihr Leben bringen:

  • Ideal ist Ausdauersport wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.
  • Im Alltag können Sie öfter laufen statt fahren und die Treppe statt des Aufzugs benutzen.
  • Warm-kalte Wechselduschen (kalt endend) am Morgen machen den Blutkreislauf flott für den Tag.
  • Wenn Sie möchten, können Sie nach dem Aufwachen noch im Liegen mit den Beinen in der Luft einige Runden Rad fahren.

Ursachen für einen niedrigen Blutdruck

Für den sogenannten primären niedrigen Blutdruck gibt es keine erkennbare Ursache. Er liegt bei etwa fünf Prozent der Bevölkerung in der Familie. Übrigens kommt er häufig bei jungen, schlanken Menschen vor, vor allem bei Frauen.

Der sekundäre niedrige Blutdruck kann die Folge einer Erkrankung sein. Aber auch hormonelle Umstellungen bei einer beginnenden Schwangerschaft können kurzfristig einen niedrigeren Blutdruck und entsprechende Symptome verursachen.

Zu wenig trinken führt zu einem Volumenverlust in den Gefäßen und damit ebenfalls zum Blutdruckabfall. Checken Sie hier, ob das bei Ihnen zutreffen könnte.

Zudem können Medikamente als Nebenwirkung den Blutdruck senken. In dem Fall können Sie Ihren Arzt darauf ansprechen.

Tipps bei niedrigem Blutdruck

Sie zittern, der Schweiß bricht aus, Ihnen wird schwindelig und Sie sehen ein Flimmern vor den Augen: Bei diesen Symptomen sollten Sie sich möglichst schnell hinsetzen, besser noch hinlegen und die Beine hochlagern. Es kann außerdem hilfreich sein, wenn Sie für solche Fälle immer etwas Traubenzucker und Wasser bei sich haben. Dann dürfte es Ihnen schnell wieder besser gehen.

Muss ich mit niedrigem Blutdruck zum Arzt?

Wenn Bewegung nicht hilft und die Beschwerden unangenehm werden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In einigen Fällen kann es auch passieren, dass der niedrige Blutdruck einen hohen Puls, Ohrensausen, Sehstörungen und sogar eine Ohnmacht verursacht. Spätestens dann ist ein Arztbesuch angesagt.

Der Arzt klärt, ob eine behandelbare Erkrankung vorliegt, indem er unter anderem das Herz, die Nieren und die Schilddrüse checkt. Sobald die entsprechende Erkrankung behandelt wird, sollte auch der Blutdruck wieder einen normalen Wert annehmen und die damit verbundenen Symptome verschwinden.

Letzte Änderung: 17.01.2020