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Herzerkrankungen

ArtikelLesezeit: 3:30 min.
Arzt hört mit dem Stethoskop die Brust eines Mannes ab.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Georg Hermann

Das Herz transportiert Sauerstoff und Nährstoffe in alle Körperzellen, meistens unbemerkt. Allerdings kann es auch krank werden. Umso wichtiger ist es, frühzeitig etwas für die Herzgesundheit zu tun.

Das Herz besteht hauptsächlich aus Muskelgewebe. Es hat zwei Kammern, die durch eine Wand aus Muskel- und Bindegewebe voneinander getrennt sind. Jede dieser Hälften ist wiederum unterteilt in eine Herzkammer und einen Vorhof. Das Herz zieht sich immer wieder zusammen und erschlafft. Dadurch pumpt es in einer Minute rund fünf Liter Blut in den Kreislauf.

Dabei passt es seine Frequenz selbständig an die unterschiedlichen Anforderungen des Körpers an. Bei körperlicher Anstrengung, Hitze oder Angst schlägt es schneller. Beim Schlafen und in Ruhephasen verbrauchen wir weniger Sauerstoff – das Herz schlägt langsamer.

Damit das Herz gut funktioniert, muss es selbst ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Hierfür sind die Herzkranzgefäße zuständig.

 

Es gibt verschiedene Erkrankungen, die unser Herz schwächen können:

  • Ablagerungen können die feinen Herzkranzgefäße verengen. Dann spricht man von einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen. Zu den Folgen können Schmerzen in der Brust (Angina pectoris) oder ein Herzinfarkt gehören. Mit einer gesunden Lebensweise können Betroffene aber Risiken minimieren und Folgekrankheiten vermeiden.
  • Ein Herzinfarkt tritt ein, wenn eine Engstelle in einem Herzkranzgefäß durch einen Bluttropfen völlig verschlossen wird. Der dahinter liegende Abschnitt des Herzmuskels wird damit nicht mehr durchblutet. Symptome sind starke Schmerzen in der Brust, die häufig in Arme, Nacken, Magen oder Rücken ausstrahlen. Auch Übelkeit, kalter Schweiß und Erbrechen deuten auf einen Herzinfarkt hin. In diesen Fällen sollte immer sofort der Notruf 112 gerufen werden.
  • Bei der Herzinsuffizienz handelt es sich um eine Herzmuskelschwäche. Das Herz ist nicht mehr in der Lage, genügend Blut zu pumpen. So wird der Körper nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Ein schwaches Herz kann die Folge einer Verengung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit), eines Herzinfarkts, einer Herzmuskelentzündung, eines erhöhten Blutdrucks oder einer anderen Erkrankung sein. Typische Anzeichen sind Kurzatmigkeit, ein beschleunigter Herzschlag und blau gefärbte Lippen aufgrund der Sauerstoffnot.
Gruppe in einem Fitnessstudio macht Übungen mit Theraband.

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Herzerkrankungen vorbeugen

Um Herzkrankheiten vorzubeugen, ist eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und Stressabbau wichtig – und zwar am besten schon im Jugendalter. Bewegungsmangel ist dabei einer der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Mit folgenden Tipps können Sie Ihr Herz schützen:

  • Übergewicht belastet das Herz. Wenn Sie zu viel auf die Waage bringen, sollten Sie Ihr Gewicht reduzieren. Zum Beispiel mit dem kostenlosen Online-Gesundheitskurs „Erfolgreich Abnehmen“.
  • Mit regelmäßiger Bewegung stärken Sie Ihr Herz. Einfach mehr zu Fuß gehen und öfter mal die Treppen statt den Aufzug benutzen ist bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung. Gut geeignet sind Sportarten, die gleichmäßig belasten. So senken zum Beispiel Wandern, Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen den Blutdruck. Außerdem fließt das Blut besser, Fett wird abgebaut und der Blutzuckerspiegel erreicht ein gutes Maß. Einen guten Einstieg in den Laufsport bietet zum Beispiel das AOK-Programm „Laufend in Form“.

Die AOK Rheinland/Hamburg bietet für KHK-Patienten ein spezielles Behandlungsprogramm an.


Letzte Änderung: 13.11.2020