Babymassage – gut für Bindung und Entwicklung

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Ein Baby liegt auf dem Bauch und wird sanft massiert.

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Eine Babymassage tut Kind und Eltern gleichermaßen gut: Zum einen stärkt der sanfte Körperkontakt das frühkindliche Vertrauen und Selbstbewusstsein, hilft beim Stressabbau und erleichtert so das Einschlafen. Zum anderen können die Eltern mit gezielten Griffen häufige Beschwerden wie etwa Unruhe oder Blähungen lindern. Lesen Sie mehr über die Vorteile der Babymassage.

Liebevolle Berührungen sind für die Entwicklung des Kindes genauso wichtig wie Nahrung und Schutz. Mit einer Massage schaffen Eltern Momente der Nähe und Geborgenheit. Das hilft Säugling wie Eltern in vielerlei Hinsicht. So kann das Kind dadurch neue Eindrücke und den damit verbundenen Stress besser verarbeiten. Die sanften Berührungen fördern sein Körperbewusstsein und das Selbstvertrauen, das es braucht, um die Welt zu entdecken. Aber auch die Eltern profitieren: Durch den engen Körperkontakt lernen sie, ihr Kind und seine Signale besser zu verstehen. Die gegenseitige Bindung wächst und ermöglicht dem Baby eine bessere Kommunikation ohne Worte.

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Hilfe bei körperlichen Beschwerden

Doch die Babymassage ist mehr als eine gemeinsame Auszeit. Mit gezielten Griffen können Eltern ihr Kind außerdem aktiv bei körperlichen Beschwerden unterstützen. Grundsätzlich wird dabei zwischen zwei Techniken unterschieden: Die indische Massage führt vom Herzen weg und wirkt beruhigend. Die Griffe der schwedischen Variante führen dagegen zum Herzen hin. Diese Bewegungen regen den Kreislauf an und stärken das Nerven- sowie Lymphsystem. Eine solche Massage kann etwa am Morgen helfen, den Kreislauf des Babys für den Tag anzukurbeln. Am häufigsten leiden Babys allerdings unter Verdauungsschwierigkeiten. Auch hier können Eltern mit einer kreisenden Bauchmassage Blähungen oder Verstopfungen lindern.

Wichtig: Beginnen Sie mit der Babymassage erst, wenn der Bauchnabel abgeheilt ist. Zu Beginn eignet sich eine Teilmassage von wenigen Minuten. Bei einem sechs Monate alten Kind kann sie dann bereits bis zu 20 Minuten dauern.

Letzte Änderung: 25.06.2017