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Unsere Muskulatur will trainiert werden – egal, ob im Fitnessstudio, im Sportverein oder zu Hause. Hanteltraining mit Kurzhanteln oder Gewichtsmanschetten ist besonders effektiv für die eigenen vier Wände. So bauen Sie gezielt Muskeln auf und bleiben fit.
Eine Möglichkeit, seine Muskeln in Form zu bringen, eignet sich besonders gut für die eigenen vier Wände: das Kurzhanteltraining. Dabei haben Sie die Wahl zwischen verstellbaren Kurzhanteln mit austauschbaren Hantelscheiben und Kurzhanteln mit festem Gewicht.
Verstellbare Hanteln bieten den Vorteil, dass Sie die Hantelscheiben immer wieder neu kombinieren können – so lässt sich neben der Kraft-Ausdauer auch die Maximalkraft trainieren. Kompakthanteln sind besonders praktisch für Einsteiger: Sie sind sofort einsatzbereit, platzsparend und ideal für ein schnelles Workout zwischendurch. Viele Trainierende starten mit einem Satz Kompakthanteln (z.B. 2 kg, 3 kg und 5 kg) und ergänzen später verstellbare Modelle für schwerere Gewichte.
Doch mit welchem Gewicht sollten Anfänger ins Training starten? Frauen sollten ein bis zwei Kilogramm pro Kurzhantel nicht überschreiten, Männer können etwas mehr Gewicht auflegen. Wichtig: Nehmen Sie nie mehr Gewicht auf, als Sie gut bewegen können – nicht nur halten. Im Zweifel sollten Sie etwas weniger Gewicht heben und dafür mehr Wiederholungen einbauen. Wählen Sie ein Gewicht, mit dem Sie 10 bis 15 saubere Wiederholungen schaffen. Die letzten 2-3 Wiederholungen sollten anstrengend sein, aber die Technik darf nicht leiden.
Krafttraining zu Hause mit Hanteln ist flexibel, effektiv und spart Zeit – die Fahrt zum Fitnessstudio entfällt. Langweilig wird's auch nicht: Es gibt unzählige Übungen für zu Hause. Und Hanteltraining eignet sich gleichermaßen für Frauen und Männer.
Das Krafttraining mit freien Gewichten fordert nicht nur die Hauptmuskulatur, sondern auch stabilisierende Muskelgruppen. Anders als an geführten Geräten müssen Sie beim Hanteltraining das Gewicht selbst kontrollieren – das verbessert Koordination, Balance und die Tiefenmuskulatur.
Wer regelmäßig mit Hanteln trainiert, tut seiner Gesundheit gleich mehrfach etwas Gutes:
Kräftige Muskeln für den Alltag: Durch das Training wird die Muskulatur gestärkt – das merken Sie nicht nur optisch, sondern auch im täglichen Leben. Einkaufstaschen tragen, Möbel verrücken oder Treppen steigen fallen Ihnen leichter.
Gesunder Rücken, starke Knochen: Trainierte Muskeln stützen Ihr Skelett und entlasten die Wirbelsäule. Das kann helfen, Rückenbeschwerden vorzubeugen – besonders wichtig für Menschen, die viel am Schreibtisch sitzen.
Bessere Beweglichkeit: Das Training mit freien Gewichten schult Ihr Gleichgewicht und Ihre Koordination. Gerade für ältere Menschen ist das wertvoll: Wer gut koordiniert ist, stürzt seltener.
Aktiver Stoffwechsel: Mehr Muskelmasse bedeutet einen höheren Kalorienverbrauch – auch im Ruhezustand. Muskeln sind stoffwechselaktives Gewebe und verbrauchen rund um die Uhr Energie. Das unterstützt Sie dabei, Ihr Gewicht zu halten.
Fit bis ins Herz: Krafttraining ist nicht nur gut für die Muskeln, sondern auch für Herz und Kreislauf. Und noch ein Bonus für die Psyche: Viele Menschen fühlen sich durch das Training selbstbewusster und wohler in ihrem Körper.

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Und so geht es: Je nach Übung und Fitnesszustand stecken Sie Hantelscheiben auf die Stangen, bis das gewünschte Trainingsgewicht erreicht ist, und los geht es. Denken Sie daran, die Übungen für jede Seite zu wiederholen, damit der Muskelaufbau gleichmäßig erfolgt.
Besonders wichtig beim Training mit Kurzhanteln: Überstrecken Sie die Gelenke nicht! Um Sportverletzungen oder gesundheitliche Spätfolgen zu vermeiden und um effektiv zu trainieren, müssen Sie die Übungen korrekt und langsam ausführen. Dabei hilft Ihnen – zumindest in den ersten Wochen – ein Spiegel. Achten Sie während der gesamten Übung auf Körperspannung im Rumpf und führen Sie die Bewegungen kontrolliert aus.
Hier finden Sie einige klassische Übungen mit Kurzhanteln. Mit einer Hantelbank erweitern Sie Ihre Trainingsmöglichkeiten um Übungen wie Bankdrücken für die Brustmuskulatur.

Nehmen Sie in jede Hand eine Hantel und stellen Sie sich aufrecht hin, die Füße etwa hüftbreit. Spannen Sie Bauch und Gesäß leicht an, halten Sie die Schultern locker und die Wirbelsäule lang. Die Arme hängen seitlich neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach vorne.
Beugen Sie mit der Ausatmung einen Unterarm kontrolliert und führen Sie die Hantel zur Schulter. Der Oberarm bleibt dabei eng am Körper und bewegt sich nicht nach vorne. Mit der Einatmung senken Sie die Hantel langsam wieder ab. Anschließend führen Sie die Bewegung mit dem anderen Arm aus – immer abwechselnd. Arbeiten Sie ohne Schwung und halten Sie die Handgelenke gerade.

Nehmen Sie in jede Hand eine Hantel. Machen Sie mit dem rechten Bein einen Ausfallschritt nach vorne und beugen Sie beide Knie, bis das vordere Knie etwa im 90-Grad-Winkel steht. In dieser tiefen Position führen Sie beide Hanteln gleichzeitig kontrolliert zur Schulter – die Oberarme bleiben dabei eng am Körper. Senken Sie die Hanteln wieder ab und drücken Sie sich über das vordere Bein zurück in den Stand. Anschließend wiederholen Sie die Übung mit dem linken Bein. Tipp: Achten Sie darauf, den Rücken gerade und den Bauch angespannt zu lassen. Mit dieser Übung trainieren Sie vor allem Beine und Gesäß – und zusätzlich die Armbeuger.

Nehmen Sie in jede Hand eine Hantel und stellen Sie sich hüftbreit hin. Beugen Sie die Knie leicht und kippen Sie den Oberkörper aus der Hüfte nach vorne, bis der Rücken etwa parallel zum Boden ist. Halten Sie die Wirbelsäule lang, den Bauch angespannt und den Nacken in Verlängerung der Wirbelsäule. Winkeln Sie beide Arme an und ziehen Sie die Oberarme eng an den Oberkörper – sie bleiben während der gesamten Übung ruhig. Strecken Sie mit der Ausatmung beide Unterarme kontrolliert nach hinten, bis die Arme fast gestreckt sind. Mit der Einatmung beugen Sie die Ellenbogen wieder und führen die Hanteln zurück, ohne die Oberarme nach vorne schwingen zu lassen. Die Ellenbogen zeigen nach hinten, die Schultern bleiben weg von den Ohren.

Stellen Sie sich hüftbreit hin, die Knie leicht gebeugt. Bringen Sie die Hanteln seitlich auf Schulterhöhe, die Ellenbogen sind angewinkelt. Aktivieren Sie Ihre Bauchmuskulatur, indem Sie den Bauchnabel leicht nach innen ziehen – die Wirbelsäule bleibt lang gestreckt. Drücken Sie beim Ausatmen beide Arme kontrolliert nach oben, die Hanteln dürfen sich oben leicht berühren. Beim Einatmen führen Sie die Arme wieder seitlich zurück auf Schulterhöhe. Halten Sie während der gesamten Übung die Körperspannung.

Um ihre Schultern zu trainieren, stellen Sie sich in eine leichte Schrittstellung, die Hanteln hängen vor dem Körper. Aktivieren Sie Ihre Bauchmuskulatur und halten Sie die Wirbelsäule lang gestreckt. Heben Sie beim Ausatmen beide Arme kontrolliert nach vorne bis auf Schulterhöhe an. Beim Einatmen senken Sie die Arme wieder ab.

Nehmen Sie bei dieser Übung in jede Hand eine Hantel und stellen Sie sich in eine weite Schrittstellung. Beugen Sie den Oberkörper weit nach vorne, fast bis auf den vorderen Oberschenkel. Die Arme hängen angewinkelt nach unten. Ziehen Sie beim Ausatmen beide Arme nach oben zum Körper, bis Sie die Spannung zwischen den Schulterblättern spüren. Beim Einatmen senken Sie die Arme wieder kontrolliert ab. Die Schultern bleiben dabei locker, arbeiten Sie im gleichmäßigen Atemfluss. Diese Übung trainiert effektiv Ihre obere Rückenmuskulatur.
Damit das Training etwas bringt, sollten Sie mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche einplanen – optimal sind drei. Gönnen Sie sich jedoch auch Pausen von mindestens einem Ruhetag. In dieser Zeit regenerieren und wachsen die Muskeln.
Nach etwa sechs bis acht Wochen können Sie das Trainingsprogramm verändern, um es an Ihren aktuellen Fitnesszustand anzupassen. Darüber hinaus sorgen neue Übungen und veränderte Gewichte für mehr Abwechslung. Trotzdem darf man es vor allem als Anfänger nicht übertreiben. Lassen Sie es zu Beginn sowohl bei der Belastung als auch bei der Wiederholungszahl lieber langsam angehen.
Bei Muskelkater gilt: Gönnen Sie der betroffenen Muskelgruppe eine Pause und trainieren Sie in dieser Zeit andere Körperbereiche oder erholen Sie sich mit leichter Bewegung wie Spazierengehen.

Gewichtsmanschetten sind eine flexible Ergänzung für Ihr Training zu Hause. Sie werden an Hand- oder Fußgelenken befestigt und erhöhen den Widerstand bei vielen Übungen. Gewichtsmanschetten eignen sich besonders gut für:
Die Manschetten wiegen meist zwischen 0,5 und 3 Kilogramm und lassen die Hände frei – so bleiben Ihre Bewegungen natürlich. Beginnen Sie mit leichten Gewichten und steigern Sie sich langsam, um die Gelenke zu schonen.
Trainingsbeispiele mit Gewichtsmanschetten:
Wichtig zu wissen: Tragen Sie die Gewichtsmanschetten nicht zum Spazierengehen, Joggen oder beim Aerobic. Dies kann zu einem muskulären Ungleichgewicht führen.
Eine Hantelbank ist praktisch, aber nicht zwingend notwendig. Viele effektive Übungen lassen sich im Stehen oder auf dem Boden ausführen – zum Beispiel Schulterdrücken, Bizeps-Curls, Kniebeugen oder Ausfallschritte.
Eine verstellbare Hantelbank erweitert jedoch Ihre Trainingsmöglichkeiten, besonders für Übungen wie Bankdrücken mit Kurzhanteln, Schrägbankdrücken oder einarmiges Rudern. Wenn Sie zu Hause regelmäßig trainieren möchten und Platz haben, ist eine Hantelbank eine lohnende Investition. Für den Einstieg ins Hanteltraining ist sie jedoch nicht erforderlich.
Das heimische Hanteltraining bietet Ihnen große Freiheit – erfordert aber auch etwas mehr Eigenverantwortung: Da die Übungen nicht wie an Fitnessgeräten geführt werden, ist eine saubere Ausführung besonders wichtig. Achten Sie daher gerade am Anfang auf die korrekte Technik, idealerweise mit Unterstützung eines Trainers oder mithilfe von Anleitungsvideos.
Ein weiterer Aspekt: Kurzhanteln eignen sich besonders gut für die Oberkörpermuskulatur. Für Beine und Gesäß lohnt sich die Kombination mit Gewichtsmanschetten oder Bodyweight-Übungen wie Kniebeugen und Ausfallschritten – so trainieren Sie den ganzen Körper ausgewogen.
Letzte Änderung: 09.02.2026
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