CT und MRT – was ist der Unterschied?

Frage der WocheLesezeit: 2:00 min.
Mann schaut auf einen Computerbildschirm.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

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Diese Woche: CT und MRT – was ist der Unterschied?

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Der Experte zum Thema

Bernhard Kolbert

Examinierter Krankenpfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT, MR oder auch Kernspin genannt) sind bildgebende Verfahren, die vor allem in der Diagnostik zum Einsatz kommen.

Der Computertomograph arbeitet mit Röntgenstrahlung. Für die Bildgebung berechnet ein Computer eine Vielzahl aus unterschiedlichen Richtungen aufgenommene Röntgenaufnahmen eines Objektes und erzeugt daraus Schnittbilder. Eine CT wird vor allem zur Darstellung von knöchernen Strukturen eingesetzt, beispielsweise für die Untersuchung von Brustkorb, Nasennebenhöhlen oder dem Schädel. Da der Computertomograph aber sehr schnell Ergebnisse liefert, hat er auch einen festen Platz in der Diagnostik von Schlaganfällen bzw. dem Ausschluss einer Gehirnblutung.

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Der Magnetresonanztomograph stellt besonders Weichteile kontrastreich und damit besser beurteilbar dar. Es arbeitet mit Magnetfeldern, die sehr schnell an- und abgeschaltet werden. Dadurch entsteht im Gegensatz zur Computertomographie für den Patienten keine Strahlenbelastung. Das An- und Abschalten der Magnetfelder verursacht aber ein lautes Klopfgeräusch. Deswegen werden die Patienten in der Regel für die Dauer der Untersuchung mit Ohrstöpseln oder Kopfhörern versorgt. Bis eine MRT-Diagnostik abgeschlossen ist, vergehen meist 15 bis 20 Minuten, je nach Art der Untersuchung. Haupteinsatzgebiete der MRT sind Gefäßdarstellungen, Entzündungsprozesse oder Durchblutungsprozesse im Gehirn, aber auch Weichteildarstellungen der Wirbelsäule und Gelenke. Bei beiden Verfahren sind Untersuchungen mit Kontrastmitteln möglich.

Übrigens: Auch äußerlich unterscheiden sich die beiden Geräte. Der Computertomograph ähnelt einem Ring, durch den der Tisch mit dem zu untersuchenden Patient hindurchbewegt wird. Die meisten Magnetresonanztomographen sehen dagegen wie eine Röhre mit einem dicken Rand aus. Der Patient wird zur Untersuchung in diese Röhre gefahren. Für Menschen mit Klaustrophobie (Angst in engen Räumen) ist eine MRT-Untersuchung dadurch kaum möglich. Aus diesem Grund gibt es inzwischen auch vereinzelt Magnetresonanztomographen mit einer offeneren Bauweise.


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Letzte Änderung: 12.04.2015