Leitlinien des Mammografie-Screeningprogramms

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Frauenärztin tastet die Brust einer Frau ab.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Georg Hermann

Seit 2005 wird in Deutschland ein nationales Mammografie-Screeningprogramm (Reihenuntersuchung) unter Beachtung entsprechender europäischer Leitlinien durchgeführt.

Das Programm unterliegt bestimmten Qualitätsanforderungen, wie zum Beispiel dass

  • jede Röntgenaufnahme der Brust (Mammografie) von zwei besonders geschulten Ärzten beurteilt wird,
  • jeder Arzt routinemäßig die Mammografien von mindestens 5.000 Frauen im Jahr beurteilt,
  • nur besonders qualifizierte Einrichtungen dieses Programm durchführen dürfen,
  • im Falle einer Verdachtsdiagnose die erforderliche Abklärung innerhalb des Früherkennungsprogramms stattfindet. Die Ergebnisse werden dann von allen beteiligten Ärzten gemeinsam ausgewertet und das weitere Vorgehen besprochen.
    Eine Frau tastet ihre Brust ab.

    Mammografie-Screening

    Die Brustkrebsfrüherkennung ab 50.

    Untersuchung der Brust bei jungen Frauen

    Bei jungen Frauen ist eine Sonografie häufig aussagekräftiger als eine Mammografie, da junge Frauen in der Regel sehr dichtes Brustdrüsengewebe haben. Dadurch ist eine Mammografie manchmal schwer zu beurteilen. Eine Mammografie sollte bei jungen Frauen nur dann vorgenommen werden, wenn ein tastbarer Knoten in der Brust vorgefunden wird und andere Methoden, wie z. B. die Sonografie (Ultraschall), keine Klärung bringen. Vorteil des Ultraschalls ist auch, dass dadurch keine Strahlenbelastung entsteht.


    Letzte Änderung: 04.08.2015