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Erhöht eine Corona-Infektion das Risiko für Thrombose?

ArtikelLesezeit: 1:00 min.
Reagenzgläser im Labor mit der Aufschrift Covid 19.

Bildnachweis: © istockphoto.com / mbz-photodesign

Weltweit beschäftigen sich Wissenschaftler und Mediziner mit der neuen Krankheit und ihren Folgen – und ständig gibt es neue Erkenntnisse. Wir zeigen Ihnen, wie COVID-19 mit dem Thromboserisiko direkt und indirekt zusammenhängt.

Direkter Zusammenhang

Wissenschaftler beobachten die Tendenz zu einer erhöhten Gerinnung im Blut von COVID-19-Patienten. Unter anderem zeigen das die Ergebnisse einer Obduktionsstudie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

Entsprechend gab die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e. V. (GTH) angepasste Empfehlungen zur Thromboseprophylaxe heraus. Risikogruppen und Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden, sollten möglichst eine medikamentöse Prophylaxe bekommen.

Indirekter Zusammenhang

Doch das Coronavirus hat noch auf einer anderen Ebene Einfluss auf das Thromboserisiko. Die Pandemie-Regelungen bringen so manche Einschränkungen mit sich. Bei einigen Menschen führt das zu Bewegungsmangel. Viele können ihren Sport nicht mehr so ausüben wie zuvor. Oder der Weg zur Arbeit fällt weg.

Andere gehen gar nicht mehr vor die Tür, weil sie Angst haben, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Für Menschen mit erhöhter Gerinnungsneigung birgt das tatsächlich ein erhöhtes Thromboserisiko.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Quellen

  • Aktualisierte Empfehlungen der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e. V. (GTH) zur Thromboseprophylaxe bei SARS-CoV-2 (COVID-19)
  • Pressemitteilung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zu den Studienergebnissen der Obduktionsstudie

Letzte Änderung: 28.08.2020