Bandscheibenvorfall – Beschwerden lindern

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Junge Frau sitzt an einem Schreibtisch und verschränkt die Hände im Nacken, Ansicht von hinten.

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Bandscheibenvorfälle sind zum Volksleiden geworden – die Betroffenen werden oft von Schmerzen und damit verbundenen Einschränkungen geplagt. Lesen Sie, wie Sie einen bestehenden Vorfall lindern und wann eine Operation nötig wird.

Diese Tipps erleichtern Ihnen die Beschwerden bei einem Bandscheibenvorfall:

  • Schmerzbedingt kommt es häufig zu einer Verspannung der Muskulatur. Diese Verspannung verursacht neue Schmerzen. Hier kann eine Behandlung mit Wärme Linderung verschaffen.
  • Eine Therapie mit Schmerzmitteln fördert die Beweglichkeit und bekämpft die Entzündung.
  • In der Akutphase ist Schonung ratsam. Mehr als zwei Tage Bettruhe sind jedoch nicht zu empfehlen, damit die Muskulatur nicht zusätzlich geschwächt wird.
  • Gut zu wissen: Der Körper baut das ausgetretene Gewebe der Bandscheibe im Laufe der Zeit ab. Die Beinbeschwerden lassen nach. Die gerissene Bandscheibe stabilisiert sich, aber der ausgetretene Gallterkern regeneriert sich nicht wieder. Das bedeutet, dass seine Stoßdämpferfunktion eingeschränkt bleibt. Eine gut trainierte Rückenmuskulatur kann da einiges ausgleichen, deshalb ist regelmäßiges Rückentraining nach einem Bandscheibenvorfall wichtig.
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Wann eine Operation infrage kommt:

Mit Operationen von Bandscheibenvorfällen sind Ärzte zurückhaltend, da entstehendes Narbengewebe das Ergebnis langfristig ungünstig beeinflussen kann. Außerdem hat der Bandscheibenvorfall eine sehr gute Heilungstendenz. Erst wenn der Patient die Kontrolle über Blasen- und Darmschließfunktion verliert oder Lähmungen auftreten, ist eine operative Therapie notwendig. Auch wenn sich der Beinschmerz über vier bis sechs Wochen nicht bessert, kann eine Operation infrage kommen. Letztendlich brauchen nur etwa zehn Prozent aller Bandscheibenvorfälle operiert werden.

Wichtig: Nur ein Arzt kann beurteilen, welche Therapie in Ihrem individuellen Krankheitsfall die richtige ist. Suchen Sie deshalb einen Facharzt auf und besprechen Sie mit ihm Ihre weitere Behandlung.

Letzte Änderung: 11.01.2017