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Kurzsichtigkeit

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Brille auf einem Tisch.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Kurzsichtige Menschen sehen Dinge in der Ferne verschwommen. Der Sehfehler lässt sich aber gut mit Brillen oder Kontaktlinsen ausgleichen.

Symptome

Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) sehen Betroffene Gegenstände in der Ferne nur undeutlich und verschwommen – zum Beispiel Schilder im Straßenverkehr oder einzelne Blätter an Bäumen. Alles im näheren Umfeld wird jedoch scharf gesehen – wenn nicht weitere Fehlsichtigkeiten oder Augenkrankheiten vorliegen.

Ursachen

Kurzsichtigkeit kann bereits im Kindesalter auftreten. Häufig wird eine leichte Ausprägung bemerkt, wenn Kinder etwa Worte an der Tafel nicht richtig erkennen können. Starke Kurzsichtigkeit fällt meist vorher schon auf. Dahinter steckt meistens ein zu langer Augapfel. Dadurch werden die Lichtstrahlen von weit entfernten Gegenständen nicht auf der Netzhaut gebündelt, sondern bereits davor. Auf der Netzhaut kann also kein scharfes Bild entstehen.

Bei manchen Betroffenen ist der Augapfel normal – die Kurzsichtigkeit entsteht durch eine zu große Brechkraft der Linse oder der Hornhaut. Auch hier liegt der Brennpunkt vor der Netzhaut.

Behandlung

Wie stark die Kurzsichtigkeit ausgeprägt ist, stellt ein Augenarzt oder der Optiker mit einem Sehtest fest. Die Brillenstärke, die zur Korrektur notwendig ist, wird in Dioptrien gemessen. Dioptrie ist die Maßeinheit für die Brechkraft des Auges. Bei Kurzsichtigkeit ist der Wert negativ.

Je höher die Zahl nach dem Minus, umso ausgeprägter ist die Fehlsichtigkeit. Eine leichte Kurzsichtigkeit von -0,5 bis zu -1 Dioptrien muss meistens nicht weiter behandelt werden, wenn sich der Betroffene nicht eingeschränkt fühlt und die Sehkraft ausreicht.

Für stärkere Kurzsichtigkeit helfen dann Brillen oder Kontaktlinsen, den Fehler auszugleichen. Die Gläser oder Linsen sind so gewölbt, dass sie die Lichtstrahlen zerstreuen. So werden die Strahlen werden erst auf der Netzhaut gebündelt, wo dann das scharfe Bild entsteht.

Wer keine Brille oder Kontaktlinsen tragen mag, kann seine Kurzsichtigkeit in vielen Fällen auch per Laser-OP korrigieren lassen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt den Eingriff nur in Ausnahmefällen, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt.

Hohe Kurzsichtigkeit erhöht das Risiko für eine Netzhautablösung. Das kann zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen. Wenn Sie kurzsichtig sind, sollten Sie ihre Augen daher regelmäßig vom Augenarzt überprüfen lassen.

Mögliche Warn-Symptome für eine Netzhautablösung sind unter anderem Lichtblitze, schwarze Punkte oder dunkle Schatten im Gesichtsfeld. Gehen Sie dann schnellstmöglich zu einem Augenarzt.

Mann mit Brille am Laptop

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Letzte Änderung: 28.08.2020