Verdauungsfördernder Löwenzahn

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Löwenzahn

Bildnachweis: © wdv / Stefan Oberschelp

Die einen sehen Löwenzahn als lästiges Unkraut, die anderen freuen sich über seine reizenden Pusteblumen. Nur Wenige wissen aber, dass er auch eine wirksame Heilpflanze ist. Vor allem bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit kommt das Kraut zum Einsatz. Was der Löwenzahn sonst noch kann und wer besser auf den Verzehr verzichten sollte, erfahren Sie in diesem Teil des vigo-Online-Heilpflanzen-Lexikons.

Löwenzahn kennt jedes Kind, ist er doch als „Pusteblume“ ein toller Zeitvertreib. Doch auch die gezackten, länglichen Blätter samt rundem, hohlem Stängel, der einen milchigen Saft enthält, sind den meisten bekannt. Hinzu kommen die unverwechselbaren leuchtend gelben Korbblüten. Aus ihnen bilden sich die beliebten Pusteblumen, die dank ihrer haarigen Flugschirme für eine gute Verbreitung der Pflanze in der gesamten Umgebung sorgen.

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Herkunft und Verbreitung

Bis zu 30 Zentimeter wird Löwenzahn hoch. Ursprünglich stammt der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum officinale) aus West-Asien und Europa. Mittlerweile ist die Pflanze aber nahezu auf der ganzen Welt zu Hause und wächst fast überall: in Gärten, auf Schutthalden und sogar zwischen Pflastersteinen.

Heilwirkung

Für heilende Zwecke werden die Blüten, Blätter und Wurzeln des Löwenzahns in Form von Tees, Salaten, Pflanzensaft oder Tinkturen eingesetzt. Seine Hauptwirkstoffe sind Bitterstoffe. Hinzu kommen Triterpene und Flavonoide sowie eine hohe Konzentration an Kalium.

Die Bitterstoffe regen die Produktion von Speichel und Magensäure an. Gleichzeitig fördern sie die Gallentätigkeit. So regt Löwenzahn den Appetit an, bringt die Verdauung in Schwung und hilft gegen Völlegefühl und Blähungen. Möglicherweise ist der hohe Kaliumgehalt für die leicht wassertreibende Wirkung der Pflanze verantwortlich.

Löwenzahn ist außerdem ein bewährtes pflanzliches Heilmittel bei rheumatischen Erkrankungen, Arthrose und Gicht. Generell soll er stärkend auf den Körper wirken. Wer allerdings eine Korbblütler-Allergie hat, sollte auf das Heilkraut verzichten.

Letzte Änderung: 03.09.2015