Was ist Mnemotechnik?

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Eine Frau stützt ihr Kinn auf den Zeigefinger und schaut lächelnd nach oben.

Mnemotechniken sind Gebrauchsanleitungen für das Gehirn: Sie helfen, Informationen ohne große Anstrengung schnell und dauerhaft im Gedächtnis abzuspeichern. Das ist beim Lernen ebenso wie beim Merken kleinerer Dinge im Alltag eine große Hilfe.

Der Ursprung dieser besonderen Merkmethoden liegt im antiken Griechenland. Bereits um 500 vor Christus, in Zeiten ohne Papier und Bleistift, bedienten sich Redenhalter einer Mnemotechnik, um in freier Rede den roten Faden nicht zu verlieren.

Die Geschichte der Mnemotechniken

Ihr Erfinder soll der Grieche Simonides von der Insel Keos gewesen sein. Er war einer der beliebtesten Dichter des Landes. Eines Tages stürzte bei einem Festmahl das Dach des Saals ein und begrub sämtliche Gäste unter sich. Die Leichen waren so entstellt, dass die Verwandten sie nicht mehr identifizieren konnten. Simonides aber erinnerte sich an die Sitzordnung bei Tisch und konnte die Angehörigen zu ihren Toten führen. Weil Simonides sich so gut an die Sitzordnung erinnerte, schloss er daraus, dass Ordnung eine wichtige Voraussetzung für gute Gedächtnisleistungen ist. Die Idee der Mnemotechniken wurde geboren.

Frau joggt über eine Wiese mit hohem braunem Gras.

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Der Kern des Merkens

Grundlage aller Mnemotechniken ist die Assoziation: Das können Gedankenverknüpfungen zwischen Bildern, Wörtern, Zahlen, Symbolen oder Plätzen sein. Die drei idealen Mnemotechniken für Einsteiger sind das Zahl-Reim-System, das Zahl-Form-System sowie die Loci-Methode. Sie sind leicht zu erlernen und können die Gedächtnisleistung um ein Vielfaches steigern. Auf den folgenden Seiten stellt vigo online Ihnen diese Merktechniken vor.

Letzte Änderung: 07.05.2013