Blut – der rote Saft des Lebens

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Röhrchen mit Blut, Tupfer und Pflaster.

Bildnachweis: © wdv / Alex Schwandner

Es ist immer in Bewegung, kennt jeden noch so entfernten Winkel unseres Körpers und darf ohne zu übertreiben als Lebensversicherung bezeichnet werden: unser Blut. Grund genug, um den „Saft des Lebens“ einmal genauer zu beleuchten.

Durchschnittlich fließen fünf bis sechs Liter Blut durch den menschlichen Körper. Beim Mann ist es aufgrund des Größen- und Gewichtsunterschiedes etwa ein Liter mehr als bei der Frau. Der rote Saft macht ungefähr acht Prozent des Körpergewichts aus und bewegt sich mit bis zu vier Kilometern pro Stunde durch Arterien, Venen und Kapillaren – je nach deren Durchmesser.

Dabei vollbringt das Herz als „Motor des Bluttransports“ Höchstleistungen und bewegt pro Tag etwa 7.000 Liter Blut durch Muskeln, Organe und Körperzellen – vom kleinen Zeh bis ins Ohrläppchen. Rechnet man alle menschlichen Blutgefäße zusammen, ergibt sich eine mehr als 1.140 Kilometer lange Strecke.

Doch woraus besteht Blut eigentlich? Es enthält feste und flüssige Bestandteile. Das flüssige Plasma, das etwa 55 Prozent des Blutes ausmacht, besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Hinzu kommen unter anderem Nährstoffe, Salze, Stoffwechselprodukte, Enzyme und Hormone.

Die festen Bestandteile sind die Blutzellen. Sie machen etwa 45 Prozent des Gesamtvolumens aus und werden folgendermaßen unterteilt: Der mit Abstand größte Teil sind die roten Blutkörperchen, auch Erythrozyten genannt. Weiterhin gibt es die weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie sind doppelt so groß wie die roten und können sich selbstständig fortbewegen. Als drittes und letztes gehören die Blutplättchen (Thrombozyten) – dünne, farblose Scheiben – zu den festen Bestandteilen.

Jede Blutzelle hat ihre eigenen, wichtigen Aufgaben: Rote Blutkörperchen transportieren beispielsweise den Sauerstoff von der Lunge in alle Körperregionen. Weiße Blutkörperchen schützen den Körper dagegen vor Infektionskrankheiten während Blutplättchen dabei helfen, so rasch wie möglich eine Wunde zu verschließen, indem sie das Blut gerinnen lassen.

Arzt hört mit dem Stethoskop die Brust eines Mannes ab.

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Letzte Änderung: 23.06.2015