Blutbild – welche Arten gibt es?

Frage der WocheLesezeit: 2:00 min.
Röhrchen mit Blut, Tupfer und Pflaster.

Bildnachweis: © wdv / Alex Schwandner

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Blutbild – welche Arten gibt es?

Expertenbild

Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Das Blutbild (Hämogramm) wird innerhalb einer Laboruntersuchung ermittelt. Es stellt wichtige Befunde aus einer Blutprobe zusammen. Man unterscheidet zwischen einem großen und kleinen Blutbild.

Beim kleinen Blutbild misst man folgende Werte

  • die Menge der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • die Menge der weißen Blutkörperchen (Leukozyten)
  • die Menge der Blutplättchen (Thrombozyten)
  • die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin)
  • den prozentualen Anteil der Blutkörperchen (Hämatokrit)
  • die Hämoglobinmenge in einem Erythrozyten (MCH)
  • die durchschnittliche Hämoglobinkonzentration in einem Erythrozyten (MCHC)
  • das durchschnittliche Volumen eines Erythrozyten (MCV)

Weichen die ermittelten Werte von der Norm ab, kann das beispielsweise ein Hinweis auf Infektionen oder Blutbildungsstörungen sein. Auch vor Operationen wird in der Regel ein kleines Blutbild gemacht.

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Das große Blutbild

Braucht der Arzt weitere Informationen über den Anteil der einzelnen weißen Blutzellen, fordert er ein großes Blutbild an, auch Differentialblutbild genannt. Dann kommen zu den oben aufgeführten Werten noch die Mengenangaben über die einzelnen Stadien der weißen Blutkörperchen hinzu:

  • neutrophile (stabkernige und segmentkernige) Granulozyten
  • eosinophile und basophile Granulozyten
  • Monozyten
  • Lymphozyten

Alle anderen Angaben wie etwa Leber- und Nierenwerte oder Elektrolyte werden zu sogenannten Routinen zusammengefasst. Sie können in ihrem Umfang variieren.


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Letzte Änderung: 18.09.2016