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Es summt, es sticht, es juckt: Von Insektenstichen bleibt im Sommer kaum jemand verschont. Wir verraten, wie Sie sich vor Mücken- und Wespenstichen schützen und welche Hausmittel gegen den quälenden Juckreiz helfen.
Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie, Master of Public Health
ServiceCenter AOK-Clarimedis
Eine Garantie, ohne Stiche durch den Sommer zu kommen, gibt es natürlich nicht. Aber Sie können einiges tun, um sich gegen Insektenstiche zu wappnen.
Stiche heimischer Insekten sind zwar nervig, aber in der Regel nach ein paar Tagen wieder verschwunden – ohne langfristige Folgen. Anders sieht es bei einem Zeckenbiss aus. Denn Zecken können Krankheiten wie zum Beispiel Borreliose oder FSME übertragen. Lesen Sie hier mehr zu Zecken, wie Sie sich schützen und wie Sie sie am besten entfernen. Auch im Ausland können Insekten verschiedene Krankheiten verbreiten. Informieren Sie sich daher vorab über Ihr Reiseziel, etwa wenn Sie in ein Malaria-Risikogebiet fahren.
Insbesondere im Ausland können Insekten, je nach Zielland, verschiedene Erkrankungen wie z.B. Malaria, Gelbfieber, Zika, Chikungunya oder Dengue verbreiten. Erkrankungen wie Chikungunya sind bislang bei deutschen Reiserückkehrern sehr selten. Abgesehen von wenigen Fällen in Italien und Frankreich sind die meisten in Europa registrierenden Fälle durch Reisende importiert. Durch die Folgen des Klimawandels und des globalisierten Handels kann sich der Lebensraum der Stechmücken aber weiter ausdehnen. Langfristig kann dadurch das Risiko für Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden, auch in Deutschland steigen.
Tipp für Reisende: Alle AOK-Versicherten können sich kostenfrei bei den Fachärzten und medizinischen Experten von AOK-Clarimedis unter 0800 1 265 265 (deutschlandweit) über die aktuelle Situation Ihres Reiseziels beraten lassen.
Es gibt Produkte zum Einreiben oder Aufsprühen auf die Haut, sogenannte Repellents. Die Wirkdauer der Mückenschutzmittel ist je nach Mittel unterschiedlich lang und kann auch vom Klima und der körperlichen Aktivität abhängen. Der Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) in einer Konzentration von 30-50% gilt als das effektivste verfügbare Repellent. Je nach Hersteller sind die Mückenschutzmittel bereits ab dem 2. Lebensalter auch für Kinder zugelassen. Sie sind in Apotheken oder Drogeriemärkten erhältlich. Repellents sollten nicht auf Wunden oder Sonnenbrand aufgetragen werden.
Ätherische Öle sind vielen Insekten ein Graus: Lavendel, Citronella oder Teebaumöl wirken abschreckend. Wespen mögen beispielsweise den Geruch von Basilikum oder Knoblauch nicht. Auch eine aufgeschnittene Zitrone, die mit Nelken gespickt ist, kann die Tiere vertreiben.
Wespen und Bienen fliehen oft, wenn Sie diese mit Wasser ansprühen – etwa aus einem Blumensprüher.
Richtig angezogen sind Sie (fast) sicher vor Insektenstichen. Tragen Sie möglichst helle Kleidung. Verzichten Sie auf bunte, knallige Farben. Denn Bienen und Wespen finden diese besonders anziehend. Lange Hosen und Oberteile mit langen Ärmeln sind hilfreich. So erreichen die Insekten schlechter nackte Hautstellen. Wer nicht zu sehr schwitzt, setzt zusätzlich auf Kleidungsstücke aus dichtem Gewebe. Nicht vergessen: Socken anziehen, um Füße und Knöchel zu schützen.
Damit die Insekten nicht in die Wohnung kommen, gibt es Netze und Gitter: zum Einkleben ins Fenster, freistehende Pop-up-Netze oder Netze zum Aufhängen. Diese lassen sich auch über einem Kinderwagen oder Laufstall nutzen. Um Mücken und Co. fernzuhalten, sollten die Maschen maximal zwei Millimeter breit sein.
Trinken Sie aus Gläsern, die man abdecken kann, damit keine Wespe hineinfliegt. Auch durchsichtige wiederverschließbare Flaschen sind eine Möglichkeit. Wenn Sie fertig gegessen haben, räumen Sie den Tisch zügig ab und verstauen Sie Reste im Kühlschrank. Kleinen Kindern sollten Sie den Mund abwischen. So locken Sie keine Insekten mehr an.
Dieser Rat gilt besonders bei Wespen und Bienen. Denn Sie stechen zu, wenn sie sich bedroht fühlen. Besser ist es, sie sanft wegzuschieben.
AOK-Clarimedis
Medizinische Informationen am Telefon unter 0800 1 265 265.
Bestimmte Wespen, Bienen und Hornissen stehen unter Naturschutz. Je nach Insektenart kann es bis zu 50.000 Euro kosten, sie zu töten oder zu stören.
Der Volksmund meint, manche Menschen hätten „süßes Blut“. Doch für Mücken werden wir durch andere Faktoren „zum Anbeißen“: Sie mögen Kohlendioxid, das wir ausatmen, die ausgestrahlte Körperwärme und unseren individuellen Geruch. Der wird vor allem durch unsere Erbanlagen bestimmt. Welche Gene genau dafür verantwortlich sind, muss jedoch noch erforscht werden. Was wir essen oder trinken hat nur einen vergleichsweise geringen Einfluss auf den Körpergeruch.
Letzte Änderung: 29.07.2025
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